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Gespräch zwischen Carolin Emcke und Otto Schilly (taz, Juni 2015)
Ein Streitgespräch zwischen Otto Schilly und Carolin Emcke über die deutsche Flüchtlingspolitik und die Frage, ob Politiker sich an Bürgerbedenken orientieren sollten. Das Interview aus dem Juni 2015 dokumentiert eine prophetische Debatte: Emcke warnte darin vor der Angst als Objekt politischer Instrumentalisierung und prognostizierte, dass eine humanitäre Geste des Staates zunächst positive mediale Resonanz erzeugen würde – drei Monate vor Merkels Grenzöffnung im September 2015. Das Gespräch zeigt, wie präzise die intellektuelle Analyse der damaligen Debatten war.
Gestrandet in
Ein Buckelwal, der sich in die Nähe von Timmendorfer Strand verirrt hat, wird zum Ausgangspunkt für eine literarische Erkundung des Themas "Gestranded sein". Der Artikel verbindet das ungewöhnliche Naturereignis mit Reflexionen über Orientierungslosigkeit und Verirrtheit und fragt, was es bedeutet, den eigenen Weg zu verlieren.
Gewalttext im Merkur
Reinhard Goetz
In der Zeitschrift Merkur (Ausgabe 900, 2024) veröffentlicht Reinhard Goetz einen provokanten Text, in dem er mit aggressiven und bewusst non-argumentativen Mitteln reagiert. Der Text exemplifiziert Goetz' Neigung zu emotionaler statt sachlicher Rhetorik und steht als Kontrast zu rationalen Diskursformen.
Ghost Ship
Der Artikel behandelt mysteriöse Geisterschiffe, die auf hoher See gefunden wurden. Im Fokus der Podcast-Episode steht die investigative Aufdeckung von Schiffen unter falscher Flagge, die zur Verschleierung illegaler oder strategischer Aktivitäten wie Waffentransporte genutzt werden.
Gibt es einen Zufall?
Malte Henk
Der Artikel erforscht die philosophische Frage, ob es Zufall gibt. Malte Henk begleitet dabei ein Jahr im Leben eines uralten Baumes und verbindet Naturbeobachtung mit existenziellen Überlegungen über Sinn und Willkürlichkeit. Im Kontrast zu biblischen Deutungen, in denen Ereignisse einem göttlichen Plan folgen, zeigt er auf, wie willkürliche Ereignisse wie Krankheit die menschliche Existenz ohne erkennbaren Grund erschüttern können.
Gil Oferim Interview im Stern
Gil Ofarim unterliegt einem Schweige-Deal und darf deshalb im Dschungelcamp nicht über seinen Skandal sprechen. Der stern beleuchtet die rechtlichen Hintergründe dieser Verschwiegenheitserklärung. Im März 2025 gab Ofarim dem stern ein Interview, das die Bedingungen und Konsequenzen seiner Schweigepflicht erläutert.
Glanz und Elend der deutschen Kriminalpolizei
Rudolf Augstein
Die 30-teilige Spiegel-Serie von Rudolf Augstein aus dem Jahr 1949 untersucht die deutsche Kriminalpolizei am Beispiel prominenter Fälle, darunter die zweifelhafte Darstellung Bruno Lüttkes als Massenmörder. Die Serie basierte stark auf Informationen des NS-belasteten Bernhard Wehner und trug damit maßgeblich zur Verbreitung eines verzerrten Mythos bei. Sie gilt als die erste True-Crime-Serie der jungen Bundesrepublik und zeigt, wie mediale Berichterstattung Justizirrtümer verfestigen kann.
Glosse über die Documenta-Einladungen
Thomas E. Schmidt
Thomas E. Schmidt kommentiert in dieser ZEIT-Glosse den Antisemitismus-Skandal der Documenta 15 und stellt infrage, ob die Kuratoren weise daran getan haben, Künstler mit BDS-Nähe einzuladen. Der Text beleuchtet die kontroversen Entscheidungen hinter der Großausstellung und deren gesellschaftliche Debatten.
Glosse über Friedrich Merz' Flugzeug auf Lindners Hochzeit
CDU-Chef Friedrich Merz behauptete im ZDF-Sommerinterview 2022, sein Privatflugzeug verbrauche weniger Sprit als die Dienstwagen von Bundesregierungsmitgliedern. Merz hatte mit seiner Frau zur Hochzeit von Finanzminister Lindner mit seiner Diamond DA62 von Berlin nach Sylt geflogen. Die Faktencheck-Analyse zeigt jedoch: Das Flugzeug verbraucht bei Reisegeschwindigkeit 14,4 Liter pro 100 Kilometer. Die meisten Minister fahren Hybrid- oder Elektrofahrzeuge mit 0 bis 2,7 Litern Verbrauch; nur Bauministerin Klara Geywitz' normaler BMW benötigt 9,8 Liter pro 100 Kilometer. Lediglich Kanzler Scholz' gepanzerter Sicherheitswagen verbraucht mit 18–20 Litern mehr als Merz' Flugzeug. Die Aussage ist damit in dieser absoluten Form falsch, da die meisten Regierungsmitglieder deutlich weniger Treibstoff verbrauchen als das Privatflugzeug.
Glosse über Zahnkosmetik und Amy Lou Wood
Claire Beermann
Die Glosse von Claire Beermann im Zeitmagazin behandelt den Wandel von Schönheitsidealen: Zahnlücken gelten zunehmend als attraktiv, im Gegensatz zum lange dominierenden Ideal der perfekt korrigierten Zahnkosmetik. Der Text beschreibt diese Gegenbewegung zu standardisierten Schönheitsidealen.
Glosse zum Germanwings-Absturz
Luise Pusch
Die Emma-Autorin Luise Pusch veröffentlichte kurz nach dem Germanwings-Absturz 2015 einen Artikel, in dem sie eine Frauenquote im Cockpit forderte. Sie argumentierte, dass Amoktrips ein männliches Phänomen seien. Der Artikel löste einen heftigen Leseraufstand aus, da viele die Verknüpfung der Katastrophe mit dieser Forderung als Instrumentalisierung der Opfer sahen.
Golf Livestock / Gesetzlosigkeit auf den Meeren (ZEIT-Dossier-Recherche)
Moritz Aisslinger
Moritz Aisslinger, Redakteur der ZEIT, wurde mit dem renommierten Theodor-Wolff-Preis für seine preisgekrönte Recherche über den Untergang des Viehfrachters Gulf Livestock 1 ausgezeichnet. Sein investigativer Artikel deckt die Ausbeutung von Arbeitern auf Frachtschiffen und die systematische Gesetzlosigkeit in der internationalen Schifffahrtsbranche auf. Die Recherche offenbart ein Verbrechen, das sich in der Verborgenheit der Meere ereignet hat und zeigt strukturelle Missstände in einer kaum regulierten Industrie.
Gottesmühlen
Nadine Ahr
Dieses ZEIT-Dossier beleuchtet den Fall der Lolita Brieger und befasst sich damit, wie es sich in einer Kommune lebt. Der Titel „Gottesmühlen" bezieht sich auf das Sprichwort, dass Gottes Mühlen langsam mahlen – eine treffende Metapher für einen Fall, der erst nach 30 Jahren vor Gericht kam. Die recherchierte Geschichte wirft Fragen auf über Gemeinschaft, Gerechtigkeit und die langen Wege, bis Unrecht gesühnt wird.
Grenzen der Menschheit
Christiane Nüsslein-Volhard
Der Artikel behandelt Ängste vor Gentechnik und Keimbahnmanipulation. Die Autorin Christiane Nüsslein-Volhard argumentiert wissenschaftlich, dass diese Bedenken unbegründet sind. Sie erläutert die biologischen Grundlagen dieser Technologien und ihr Potenzial für die Medizin.
Große Schuhe
Antonia Baum
Combat-Boots sind zum Modetrend unter jungen Frauen avanciert. Mit ihrem klobigen, militärischen Design symbolisieren sie eine neue ästhetische Bewegung. Der Artikel erklärt, warum diese Schuhe für viele Frauen zum Statement ihrer Generation wurden und welche gesellschaftlichen Strömungen dahinterstecken.
Guardian-Bericht über Twitter-Algorithmus-Studie
Der Artikel berichtet über interne Forschungsergebnisse von Twitter, die eine Verzerrung des Algorithmus zugunsten von rechtsgerichteten Politikern und Nachrichtenquellen aufzeigen. Der Home-Feed bevorzugt demnach Tweets von rechts vor denen der politischen Linken. Besonders bemerkenswert ist, dass Deutschland in dieser Studie eine Ausnahme bildete und keinen solchen Rechtsdrall im Algorithmus aufwies.
Guardian-Interview mit Russell Ford (Oktober 2023)
Verhandlungen zwischen Ford und der US-Autogewerkschaft UAW führen zu einer potenziellen Einigung im Streik gegen die großen drei Autohersteller. Das Abkommen bedarf noch der Zustimmung der Gewerkschaftsführung und markiert die erste Tarifeinigung im laufenden Arbeitskampf. Der Artikel behandelt die Fortschritte in diesem bedeutenden Industriekonflikt von Oktober 2023.
Gwyneth Paltrow-Porträt
Getty Images Seite mit einer großen Sammlung von Stock-Fotos und hochauflösenden Porträtaufnahmen der amerikanischen Schauspielerin Gwyneth Paltrow. Die Sammlung bietet lizenziertes Bildmaterial für kommerzielle und redaktionelle Projekte und ermöglicht einfachen Zugang zu authentischen Porträts der Künstlerin.
Hafermilchmann-Artikel
Nina Pauer
Der Blog-Artikel stellt Sven und Denis vor, zwei Männer, die den 'Hafermilchmann'-Trend verkörpern – ein neuer Männlichkeitstypus, der sich durch pflanzliche Ernährung, Meditation und effiziente Körperoptimierung auszeichnet. Im Gegensatz zu traditionellen Maskulinitätsidealen verfolgen diese Männer einen weicheren, holistischeren Ansatz zur Gesundheit und Fitness, ohne in aggressive Muskelkultur zu verfallen.
Hamburger Abendblatt (Artikel vom 18.12.2019 zur Vermisstenfahndung nach Gabriel)
Der Artikel berichtet über die offizielle Öffentlichkeitsfahndung nach dem vermissten Gabriel aus Horn, nachdem das Hamburger Gericht monatelange Verzögerungen überwunden hat. Im Dezember 2019 meldet das Hamburger Abendblatt die erste große Fahndungsaktion für Gabriel, der bereits seit vier Monaten vermisst wird. Der Bericht markiert einen Wendepunkt in dem Fall, da die Öffentlichkeit nun aktiv bei der Suche unterstützen kann.
Hamburger Schulegate – Eine Oral History in sieben Kapiteln
Christian Ihle
Nach einer NDR-Doku über die Hamburger Schule brach online ein heftiger Streit aus. Journalist Christian Ihle dokumentiert die Facebook-Kontroverse zwischen prominenten Vertretern der legendären Musikszene in seinem taz-Artikel. In sieben Kapiteln erzählt er die Oral History des »Hamburger Schule Gates« und beleuchtet die Konflikte innerhalb der Bewegung.
Hamlet im Club Mediterranee
Helmut Karasek
Kritik des Theaterkritikers Helmut Karasek zu einer Hamlet-Inszenierung unter dem Titel „Hamlet im Club Mediterranee". Die Kritik beschäftigt sich mit der Darstellung des Protagonisten und schildert anschaulich Karaseks persönliche Begegnung mit dem Darsteller, die er drastisch mit einer Dampfwalze verglich. Die Kritik kombiniert kunstkritische Reflexion mit persönlichen Eindrücken.
Handyalarm (Rubrik in der Bild-Zeitung)
Der Artikel berichtet vom Bundesweiten Warntag 2024, bei dem Millionen von Mobiltelefonen einen Probealarm erhielten. Gleichzeitig wird die BILD-Rubrik "Handyalarm" thematisiert, in der Informationen aus vertraulichen CDU-Präsidiumssitzungen während der Jamaika-Sondierungen veröffentlicht wurden. Die Sicherheitslücke durch die Weitergabe sensibler Informationen an die Medien unterminierte das Vertrauen der Koalitionspartner und trug zum Scheitern der Verhandlungen bei.
Harvey-Weinstein-Enthüllung
Jodi Kantor / Megan Twohey
Die investigative Reportage der New York Times dokumentiert die Vorwürfe gegen Harvey Weinstein bezüglich sexueller Belästigung und Vergewaltigung durch Frauen in der Filmindustrie. Der Artikel von Jody Kantor und Megan Twohey löste eine weltweite Debatte über Machtmissbrauch aus und führte zum Rücktritt Weinsteins sowie zum Ausscheiden aus zahlreichen Unternehmen.
Hasch-Geständnis in der Zeitschrift Max
Uli Wickert
In diesem Interview spricht Uli Wickert über sein Leben und seine Karriere. Der Podcast thematisiert auch ein historisches Hasch-Geständnis aus Wickerts Zeit bei der Zeitschrift Max in den 1970er Jahren. Wickert nutzt die Gelegenheit, um Missverständnisse zu klären und seinen Standpunkt zu historischen Konflikten, insbesondere mit Angela Merkel, darzulegen.
Hausbesuch bei Sarah Wagenknecht
Ein ZEIT-Porträt der jungen Sahra Wagenknecht aus dem Jahr 1996. Der Artikel skizziert die damalige Vorsitzende der kommunistischen PDS-Plattform mit einer für die Zeit typischen, heute als problematisch wahrgenommenen Sprache – die mehr auf Äußerlichkeiten fokussiert als auf inhaltliche Positionen. Das Stück zeigt exemplarisch, wie Journalisten damals über weibliche Politiker schrieben.
Head on the Water Kabarett
Kurt Bloch
Curt Bloch, ein jüdischer Künstler, schuf während des Zweiten Weltkriegs ein bemerkenswerts Underground-Magazin namens „The Underwater Cabaret". Von August 1943 bis April 1945 produzierte er versteckt im Dachboden-Spalt eines Hauses in Enschede, Holland, 96 Ausgaben dieser proto-zine, während er und andere Juden sich vor den Nazis in diesem Versteck aufhielten. Die Publikationen, die während dieser existenziellen Bedrängnis entstanden, waren ein Akt künstlerischen Widerstands und kultureller Selbstbehauptung. Nun werden diese lange vergessenen Ausgaben wiederentdeckt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht, womit dieses wichtige Zeugnis von Kreativität unter extremsten Bedingungen endlich seine Anerkennung erhält.
Heiland im Handy
Annette Zoch
Wenn die KI sich zum Heiland aufschwingt: Die Bibel ist immer noch das meistverkaufte Buch der Welt – doch längst werden christliche Inhalte digital an die Gläubigen gebracht. Nicht immer ganz im Sinne der Kirchen.
Heilige, verrückt oder entrückt
Julia Friedrichs
Reportage von Julia Friedrichs aus Die Zeit (2013): Eine Recherche über Heiligenbiografien, bei der die Autorin Psychiatern die Frage vorlegt, ob außergewöhnliche Verhaltensweisen verehrter Heiliger auf psychische Erkrankungen hindeuten könnten.
Heimlich zur Kommunion
Annette Zoch
Ein Ehepaar lebt die Ökumene ganz konkret: Die evangelische Frau und der katholische Mann nehmen gegenseitig an Eucharistie und Abendmahl teil. Eine Studie des Ökumenischen Arbeitskreises begründete 2019 theologisch, warum dies möglich ist – unabhängig davon, welche Konfession den Gottesdienst zelebriert. Der Vatikan untersagte jedoch solche deutschen Alleingänge. Der Ökumenische Kirchentag in Frankfurt umgeht das Verbot durch eine andere Interpretation: Nicht die Kirchen laden ein, sondern Jesus – und jeder Gläubige entscheidet aus eigenem Gewissen, ob er teilnimmt. An einem Samstag feierten vier Frankfurter Kirchen parallel konfessionelle Gottesdienste mit Abendmahl oder Eucharistie, wobei alle Christen selbst wählen konnten, wo sie hingehen.
Helden der Justiz (Artikelserie in der ZEIT)
Sabine Rückert
Der Strafverteidiger Fritz Friedmann war ein eigenwilliger Jurist, der die Mächtigen seiner Zeit verteidigte und sich gleichzeitig gegen ihre Missbrauch von Macht stellte. Der Artikel porträtiert diesen schillernden Exzentriker als Teil von Sabine Rückerts Serie über beeindruckende Persönlichkeiten der Justizgeschichte. Friedmann wird als Anwalt dargestellt, der sich auch für ungewöhnliche oder triviale Fälle einsetzte – charakterisiert durch seine Prinzipientreue und seinen unbeugsamen Geist.
Helft mir gefälligst
Sebastian Herrmann
Sebastian Herrmanns Artikel aus der Süddeutschen Zeitung untersucht, wie narzisstische und manipulative Menschen sich bewusst als Opfer von ungerechten Verhältnissen inszenieren. Der Text zeigt auf, welche psychologischen Strategien dabei zum Einsatz kommen, um Sympathie zu erlangen und eigene Vorteile durchzusetzen. Herrmann analysiert dieses manipulative Verhaltensmuster systematisch und ordnet es psychologisch ein.
Help Women Fight Online Abuse. They Were Barred from the U.S.
Adam Satariano
Der Artikel beleuchtet die Arbeit der HateAid-Gründerinnen Josephine Ballon und Anna-Lena von Hodenberg, die sich gegen Hass im Internet einsetzen. Die Trump-Administration und Außenminister Marco Rubio bezeichnen HateAid und ähnliche Organisationen als Teil einer globalen Zensurindustrie. Beiden Aktivistinnen wurden ihre US-Visa gesperrt, was ihre internationale Arbeit gegen Online-Hass gefährdet.
Helped Women Fight Online Abuse. They Were Barred from the U.S.
Adam Satariano
Der Artikel berichtet über die Gründerinnen von HateAid, einer Organisation im Kampf gegen Online-Missbrauch gegen Frauen. Obwohl sie weltweit gegen digitale Gewalt kämpfen, wurde ihnen die Einreise in die USA verwehrt und ihre Visa gesperrt. Die New York Times dokumentiert diese paradoxe Situation, in der Aktivistinnen, die Online-Missbrauch bekämpfen, selbst durch administrative Hürden behindert werden.
Henning Sußebachs Reportage über den Surfer-Unfall
Henning Sußebach
Der Artikel beschreibt den dramatischen Unfall eines Surfers auf der Ostsee, der von einer Motorjacht überfahren wird. Die Reportage dokumentiert nicht nur den Vorfall selbst, sondern auch die nachfolgenden Recherchen rund um die beteiligten Personen und die Versuche des Jachtbesitzers, die Verantwortung zu leugnen. Der Text beleuchtet den Konflikt zwischen Täter und Opfer aus verschiedenen Perspektiven.
Henry-Nannen-Preis-Text über Dominic Ongwen
Der Artikel berichtet über die Verurteilung des ugandischen Rebellenführers Dominic Ongwen zu 25 Jahren Haft durch den Internationalen Gerichtshof für Kriegsverbrechen. Der Text beleuchtet die Komplexität des Falls: Ongwen wurde selbst als Kind zum Soldaten gezwungen, beging später aber schwere Gräueltaten. Der preisgekrönte Artikel wirft Fragen zur Dualität von Täter und Opfer sowie zur Legitimität internationaler Justiz auf.
Hermeneutische Courage
Lars Weißbrot
Der Artikel analysiert das Konzept des Klassismus in der identitätspolitischen Debatte und hinterfragt dessen Aussagekraft. Er behandelt die Idee der "hermeneutischen Courage" – die intellektuelle Bereitschaft, auf Basis unvollständiger Informationen dennoch begründete politische Urteile zu fällen. Der Text diskutiert, wie sinnvoll diese Begriffe für die praktische Gesellschaftspolitik sind.
Herrnhuter-Stern-Reportage
Der Artikel beleuchtet die faszinierende Geschichte des Herrnhuter Sterns und seinen aktuellen Hype. Er zeigt, wie der traditionsreiche Weihnachtsschmuck zum begehrten Sammlerstück wurde – auf eBay werden Sterne für über 1.000 Euro gehandelt. Das produzierende Unternehmen profitiert deutlich: Die Umsätze sind in den letzten drei Jahren um etwa die Hälfte gestiegen.
heute (Tageszeitung)
Die ZEIT-Nachrichtenübersicht vom 7. April 2026 berichtet über zentrale internationale und nationale Entwicklungen: Ein hochdekorierter australischer Soldat wurde wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen in Afghanistan verhaftet. Der vietnamesische Hardliner Tô Lâm konzentriert beispiellose politische Macht auf sich, während die NASA-Artemis-2-Mission ihren Rückflug von der Mondumlaufbahn antritt. Im Wirtschaftssektor vermeldet Samsung Rekordgewinne durch die hohe Nachfrage nach KI-Chips. Innenpolitisch diskutiert Deutschland über Steuern auf Alkohol und Zigaretten sowie über die Entkriminalisierung von Schwarzfahrten. Die USA und der Iran eskalieren ihre Konfrontation rhetorik, und in den Alpen sterben in diesem Winter mehr Menschen durch Lawinen als in vorherigen Jahren.
Heute über den Linden
Maxim Biller
für die Zeit heißt "Über den Linden", die neuste Folge "Morbus Israel" (25.6.) wurde nach einigen Stunden von Zeit-Online gelöscht ("mehrere Formulierungen, die nicht den Standards der ZEIT entsprechen"), deshalb hier der vollständige Text zur Information: "Kommt ein Deutscher ...
Hilft beten?
Der Artikel untersucht die Rolle des Gebets in Zeiten der Krise. Vier verschiedene Perspektiven zeigen, warum Menschen beten – unabhängig davon, ob sie gläubig sind oder nicht. Die ZEIT hat dazu eine Gebetssammlung zusammengestellt, die auch Beiträge von Atheisten enthält und damit den universellen Charakter des Betens verdeutlicht.
Hintergrundartikel über Belarus/Weißrussland
NTV
Der Artikel erklärt die Hintergründe der Namensänderung in deutschen Medien: Während lange Zeit die Bezeichnung 'Weißrussland' üblich war, setzen sich Medien zunehmend für die Bezeichnung 'Belarus' ein. Der Artikel erläutert die politischen und historischen Gründe für diese Veränderung und warum die neue Bezeichnung gebräuchlicher geworden ist.
Hintergrundberichterstattung zum Fall Epstein
Die FAZ rekonstruiert Jeffrey Epsteins Aufstieg an der Wall Street und dokumentiert, wie der Investmentbanker Alan Greenberg Talente auswählte. Der Artikel zeichnet Epsteins Karrierebeginn bei der Investmentbank nach und beleuchtet Greenbergs berüchtigte Philosophie bei der Personalauswahl: Er suchte gezielt nach ehrgeizigen Menschen ohne Vermögen, die durch intensive Motivation und Ehrgeiz angetrieben würden. Die FAZ-Recherche liefert dabei wichtige Hintergrundinformationen zu Epsteins frühen Geschäftstätigkeiten und dem Umfeld, in dem er seine Macht aufbaute.
Hinweis auf dem neuen Album: Fernando Alonso heizt Gerüchte über Break-Up-Song von Taylor Swift an
War »Taylando« doch real? Fans sind sich sicher, dass Taylor Swift einen ihrer neuen Songs über Fernando Alonso geschrieben hat. Der Rennfahrer reagierte nun in einem Video auf die Spekulationen zu der Romanze.
Hiroshima
John Hersey · 1946
Bahnbrechende Reportage von John Hersey über die Auswirkungen der Atombombe auf Hiroshima, veröffentlicht 1946 in The New Yorker. Die investigative Langform-Reportage dokumentiert die Perspektiven von Überlebenden und wird als Wendepunkt im journalistischen Standard des Magazins betrachtet.
Hitzlsperger-Interview
Artikel über das Coming-out von Thomas Hitzlsperger, dem bis dahin höchstprofiliersten schwulen Spieler im Profifußball. Das ursprüngliche Interview in der ZEIT vor etwa 15 Jahren wurde als bedeutsamer Tabubruch gefeiert. Die Diskussion zeigt jedoch, dass der Profifußball bei der Akzeptanz von Homosexualität trotz dieses Schrittes immer noch Rückstände aufweist.
Hitzlsperger-Interview (Coming Out)
Thomas Hitzlsperger spricht mit Moritz Müller-Wirt, einem der Interviewer seines berühmten Coming-Out-Interviews, über die damals epochalen Ereignisse und deren Nachwirkungen. Der Artikel reflektiert das historische Sportjournalismus-Moment, in dem Hitzlsperger 2014 seine Homosexualität öffentlich machte. Das ursprüngliche Gespräch war medial so bedeutsam, dass es die Server von Zeit Online zum Absturz brachte.
Hollywood-Star schlug Moderator: Können Sie sich die Oscar-Urfeige verzeihen, Will Smith?
Anina Metz
Der Artikel ist ein Interview mit Will Smith zum Skandal von 2022, als er Moderator Chris Rock auf der Oscar-Bühne ohrfeigte. Der Spiegel stellt die Frage in den Mittelpunkt, ob sich Smith selbst verzeihen kann – eine journalistische Herangehensweise, die Kritik auf sich zieht, da sie den Täter statt das Opfer in den Fokus rückt.
Hör zu
Hör zu ist eine deutsche Fernsehzeitschrift, auf deren Cover Olli Köster mit einem Wortspiel-Gag die Porträts von Bundeskanzlerin Merkel und US-Präsident Obama montierte. Das Cover spielte auf die NSA-Abhöraffäre an und war einer seiner ersten kreativen Beiträge für die heute-show. Die Zeitschrift diente damals zur Bewerbung des satirischen Gags in den Medien.
Horizont
Horizont ist eine Fachzeitung für die Werbe- und Marketingwirtschaft im deutschsprachigen Raum. Sie ist bekannt für ihre Rankings von Marketingagenturen, die primär anhand von Größenwachstum und Umsatzentwicklung bewertet werden. Das Ranking wird vielfach dafür kritisiert, dass es wirtschaftliches Wachstum mit fachlicher Qualität gleichsetzt, statt auch kleinere, spezialisierte Agenturen angemessen zu würdigen.