Artikel – A
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Artikel über die Schleuserfamilie Saab
Simon Langemann / ZEIT Wirtschaftsredaktion
Simon Langemann recherchierte für die ZEIT Wirtschaftsredaktion über die Familie Saab, die als international operierende Schleuser-Organisation Teil eines milliardenschweren Geschäfts mit illegaler Migration ist. Die Familie agiert skrupellos über Ländergrenzen hinweg und zeigt keinerlei Mitleid oder moralische Grenzen, solange der Profit stimmt. Der Artikel beleuchtet die Strukturen und das Ausmaß dieses kriminellen Netzwerks.
Artikel über die Schule in Berlin
Für Olga Grjasnowas Kinder mag es zu spät sein, aber künftige Generationen im deutschsprachigen Raum verdienen ein besseres Schulsystem, findet sie
Artikel über die Ursprünge der Bauernproteste in Italien
Virginia Kirst
Nicht nur in Deutschland protestieren die Landwirte. In Spanien gibt es ebenso Demonstrationen wie in Italien und Polen – auch wegen billiger Importe aus der Ukraine.
Artikel über die Vereinnahmung von 'Freiheit'
Marius Müller-Westernhagen sah sich mit der Situation konfrontiert, dass sein bekanntester Song 'Freiheit' von der Querdenker-Bewegung bei Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen instrumentalisiert wurde. Die Süddeutsche Zeitung griff das Thema in einem langen Artikel auf und beleuchtete, wie Protestbewegungen populäre Lieder für ihre Zwecke vereinnahmen. Der öffentliche Druck auf Westernhagen, sich klar zu positionieren, wuchs dadurch erheblich – auch die FAZ forderte eine Stellungnahme. Der Fall steht exemplarisch für die Frage, wie Künstler mit der unerwünschten Nutzung ihrer Werke durch politische Bewegungen umgehen.
Artikel über Drogenkonsum auf der Fusion
Thilo Mischke
Drogen, Musik, entrückte Menschen: Unser Kolumnist war auf der Fusion, dem Oktoberfest und einem Rechtsrock-Festival. Und nur auf einem Fest glücklich.
Artikel über Drohnenlieferdienste in China
Erfahren Sie, wie China Drohnen verwendet, um Waren zu liefern, die Logistik zu verbessern und den Versandprozess zu beschleunigen. Erkunden Sie, wie Drohnen den Versandmarkt verändern und welche Technologien und Innovationen es China ermöglichen, auf diesem Gebiet führend zu sein.
Artikel über Dubai in der Süddeutschen Zeitung
Ijoma Mangold
Ijoma Mangold besuchte Dubai und verfasste 2007 einen Artikel für die Süddeutsche Zeitung, in dem er seine starken Eindrücke von der Stadt schilderte. Der Artikel löste Kritik aus, vermutlich weil Mangold trotz der bekannten Schattenseiten Dubais – Menschenrechtslage, Arbeitsbedingungen für Migranten, artifizielle Stadtentwicklung – eine gewisse Faszination oder sogar Bewunderung für das Emirat zum Ausdruck brachte. Mangold thematisierte wohl den Widerspruch zwischen westlicher Kritik an Dubai und dem tatsächlichen Erleben der Stadt.
Artikel über ein Gefängnis in Texas
Larry Wright
Larry Wright, langjähriger New-Yorker-Autor und Texaner, untersucht in diesem 25.000 Wörter langen Reportage-Stück das Leben hinter den Gittern eines texanischen Gefängnisses. Wright ist bekannt für seine tiefgründigen Langformen über seinen Heimatstaat Texas ('God Save Texas'). Das Stück erschien in der Jubiläumsausgabe des New Yorker und wurde von Chefredakteur David Remnick als herausragend bezeichnet. Es dürfte Fragen zu Haftbedingungen, Justiz und dem texanischen Strafvollzugssystem aufwerfen.
Artikel über eine Gymnasiastin aus Konstanz, die zum IS nach Syrien ging
Annabel Wahba
Eine 16-jährige Gymnasiastin aus Konstanz schloss sich dem Islamischen Staat an und reiste nach Syrien. Autorin Annabel Wahba recherchierte den Fall und sprach u.a. mit dem Schulleiter, der rückblickend Warnsignale wie das Tragen eines Gesichtsschleiers beschrieb. Der Artikel beleuchtet, wie Radikalisierungsprozesse im schulischen Umfeld unbemerkt bleiben können. Er dient im Podcast-Kontext als Vergleichsfall zur Radikalisierungsgeschichte von Ayhan Sürücü.
Artikel über eine Instagrammerin mit gekauften Likes
Ein T-Online-Artikel analysierte das Like-Muster einer Instagrammerin und wies nach, dass sie Bots bzw. gekaufte Likes einsetzte. Verdächtig waren unnatürliche Schwankungen in der Like-Verteilung über die Zeit, die auf automatisierte Interaktionen hindeuten. Solche Enthüllungen sind relevant für die Debatte um Authentizität und Glaubwürdigkeit in sozialen Medien sowie um den Markt für gefälschte Reichweite.
Artikel über einen Besuch in Auschwitz
Emilia Smechowski
Emilia Smechowski beschreibt einen Besuch in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau und beobachtet, wie Schulklassen durch das ehemalige Vernichtungslager ziehen – Cola trinkend, Kaugummis klebend, ohne erkennbare Betroffenheit. Der Text thematisiert den Widerspruch zwischen der historischen Schwere des Ortes und dem touristisch-gleichgültigen Verhalten mancher Besucher. Smechowski, die als polnisch-deutsche Journalistin einen persönlichen Bezug zu diesem Thema hat, stellt die Frage, was Erinnerungskultur an einem solchen Ort noch leisten kann. Der Artikel erschien im Zeitmagazin und wurde von Redakteurin Sabine Rückert als Beleg für Smechowskis außergewöhnliche journalistische Qualität hervorgehoben.
Artikel über einen jungen russischen Polizisten in Moskau
Michael Thumann
Ein junger Mann vom russischen Land bewirbt sich an der Moskauer Polizeischule und wird aufgenommen. Dort erlebt er, wie tief Korruption und Kriminalität in den Sicherheitsapparat eingebettet sind. Das System zieht ihn hinein, macht ihn selbst zum Teil des Verbrechens. Am Ende flieht er nach Georgien. Michael Thumann nutzt diese persönliche Geschichte, um zu zeigen, wie der russische Staat seine eigenen Bürger korrumpiert und wie schwer es ist, sich dem zu entziehen.
Artikel über einen US-Drohnen-Operator
Die Quelle für die Behauptung, in einer Simulation der US Air Force sei der Operator von einer KI für Punkte eliminiert worden, hat sich "falsch ausgedrückt".
Artikel über Elitenbeschimpfung
Jagoda Marinić
Jagoda Marinić plädiert dafür, Eliten konstruktiv und öffentlich zu kritisieren, anstatt dieses Feld den Rändern und Rechtspopulisten zu überlassen. Ihre zentrale These: Je deutlicher die gesellschaftlichen und politischen Führungsschichten legitim kritisiert werden, desto weniger Zulauf erhalten ultrapopulistische Bewegungen. Wer schweigt oder Kritik an der Elite meidet, überlässt das Narrativ den Extremen. Der Beitrag erschien im Stern und wurde in der Sendung Lanz & Precht als intellektuell stimulierender Impuls aufgegriffen.
Artikel über Eltern-Stress
Eltern in westlichen Ländern erleben einen dramatisch gestiegenen Stresslevel – messbar an einem Cortisol-Anstieg von bis zu 213 Prozent. Der Artikel untersucht gesellschaftliche und kulturelle Ursachen für dieses Phänomen, das besonders Deutschland und andere westliche Länder betrifft. Im Fokus stehen veränderte Erwartungen an Elternschaft, Perfektionsdruck und strukturelle Faktoren wie fehlende Unterstützungssysteme. Der Artikel diente als Grundlage für eine Podcast-Diskussion über modernen Erziehungsstress.
Artikel über Empathie und Einsamkeit im New Yorker
Paul Bloom · 2025
Paul Bloom, Psychologieprofessor und Autor von 'Against Empathy', argumentiert in diesem New-Yorker-Artikel, dass Menschen systematisch unterschätzen, wie viel Empathie andere für sie empfinden. Diese kognitive Verzerrung führt dazu, dass wir uns sozial zurückziehen und weniger Verbindung suchen – was Einsamkeit verstärkt, obwohl die Bereitschaft zur Empathie bei anderen durchaus vorhanden wäre. Bloom verbindet aktuelle Forschungsbefunde aus der Sozialpsychologie mit der gesellschaftlichen Einsamkeitsepidemie und zeigt, dass das Problem weniger im Mangel an Empathie liegt als in unserer Unfähigkeit, sie bei anderen wahrzunehmen.
Artikel über Engel in der Süddeutschen Zeitung
Kratzer
Der Artikel von Paul Kratzer in der Süddeutschen Zeitung greift die mittelalterliche scholastische Frage auf, wie viele Engel auf dem Kopf einer Nadel Platz haben – eine Frage, die als Sinnbild für nutzlose theologische Spekulation gilt. Kratzer beleuchtet die Vorstellung, dass Engel als immaterielle Wesen unbegrenzt an einem Ort existieren könnten. Der Artikel dient als Einstieg in das weitreichende Thema der Engelslehre (Angelologie) und der gefallenen Engel bzw. des Teufels in der christlichen Tradition.
Artikel über Erbschaftssteuer und Omas Häuschen
Die verbreitete Erzählung, dass die Erbschaftssteuer vor allem Durchschnittsfamilien mit geerbten Eigenheimen trifft, stimmt laut diesem Spiegel-Stück nicht. Der Artikel dekonstruiert den politisch wirkmächtigen Mythos vom bedrohten 'Omas Häuschen' und zeigt, dass Eigenheime im deutschen Steuerrecht weitgehend geschützt sind. Kernthese: Die Empörung über die Erbschaftssteuer wird gezielt genutzt, um Steuervorteile für große Vermögen zu verteidigen, obwohl die tatsächliche Belastung kleiner Erbschaften minimal ist.
Artikel über Falschbeschuldigungen in den USA
In den USA sind laut einer Statistik 59 Prozent aller Fehlurteile auf Falschbeschuldigungen zurückzuführen. Das zeigt, wie fehleranfällig das amerikanische Strafjustizsystem ist und dass Justizirrtümer kein Einzelfall sind. Falsche Zeugenaussagen und bewusste oder unbewusste Anschuldigungen Unschuldiger gelten als eine der häufigsten Ursachen für die Verurteilung Unschuldiger. Der Artikel beleuchtet die systemischen Schwächen der Strafjustiz und die verheerenden Folgen für die Betroffenen.
Artikel über FDP-Strategiepapier
Robert Pausch
Die FDP hatte den Bruch der Ampelkoalition offenbar strategisch vorgeplant. Ein internes Strategiepapier belegt, dass die Partei den Ausstieg aus der Regierung nicht spontan vollzog, sondern ihn systematisch vorbereitete. Robert Pausch rekonstruiert in der ZEIT, wie die FDP den Koalitionsbruch als kalkulierten Schritt inszenierte. Der Artikel enthüllt, dass der öffentlich dargestellte Konflikt um den Haushalt als Auslöser diente, der eigentliche Entschluss aber bereits früher gefallen war.
Artikel über FFP2-Masken-Standards
Früh in der Corona-Pandemie 2020 erschien in der Druckausgabe der ZEIT ein Artikel, der erstmals verständlich die verschiedenen Masken-Standards erklärte: FFP2, FFP3 und einfache OP-Masken unterscheiden sich erheblich in ihrer Filterwirkung und ihrem Schutz vor Aerosolen. Der Artikel verdeutlichte, welche Maske wirklich vor einer Infektion schützt – und welche nur andere schützt. Er löste bei Jochen Wegner und vermutlich vielen Lesern eine sofortige Reaktion aus: FFP2-Masken bei Amazon zu bestellen, bevor sie ausverkauft waren.
Artikel über Fischbrötchen-Streit
Die Bild-Zeitung berichtete über eine angebliche Rivalität zwischen Starkoch Tim Raue und der legendären Sylter Fischbrötchen-Institution Gosch. Anlass war ein chinesisches Dampfbrötchen mit Kabeljau, das Raue als Hommage an Jürgen Gosch in seinem Sylter Restaurant auf die Karte setzte. BILD konstruierte daraus einen Konflikt zwischen den beiden Gastronomen. Tatsächlich war die Geschichte erfunden – Raue und Gosch verstehen sich nach eigener Aussage bestens.
Artikel über Frauen ohne Kinderwunsch im Zeitmagazin
Frauen, die keine Kinder wollen, sind single, egoistisch und noch nicht reif? Absolut falsch. Studien widerlegen all diese Mythen: Es sind glückliche, erfüllte Frauen.
Artikel über Geld und Glück (DIW-Studie)
Marcel Fratscher
Marcel Fratscher, Ökonom und DIW-Präsident, bespricht eine neuere Studie, die die weit verbreitete These widerlegt, dass Geld ab etwa 60.000–75.000 Euro jährlich nicht mehr zum Glück beitrage. Die Studie zeigt, dass höheres Einkommen auch darüber hinaus mit steigendem Wohlbefinden korreliert. Fratscher ordnet die Ergebnisse volkswirtschaftlich ein und diskutiert, was das für Umverteilung und Sozialpolitik bedeutet. Der Artikel ist relevant, weil er eine populäre psychologische Faustregel – bekannt aus Kahneman/Deaton – mit aktuelleren Daten herausfordert.
Artikel über Gerhard Schröders Brioni-Anzüge
Der Artikel betrachtet die politische Karriere von Gerhard Schröder im Kontext des damaligen SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz. Schröder arbeitete sich vom unteren Ende der Gesellschaft nach oben und führte Deutschland sieben Jahre lang als Kanzler, geprägt durch seinen Reformwillen und sein bewusstes Image als eleganter Politiker (Brioni-Anzüge, Cohiba-Zigarren). Der Beitrag behandelt auch einen medialen Skandal: Die Zeitschrift Gala fotografierte Schröder in seinen teuren Anzügen, publizierte die Fotos aber mit den Preisen in den Bildunterschriften – ohne ihn vorher zu informieren. Dies beschädigte sein politisches Ansehen erheblich. Christoph Amend nimmt den Altkanzler in dieser Episode in Schutz, da die Preisangaben ohne sein Wissen hinzugefügt wurden. Der Artikel zeigt, wie mediale Darstellung und bewusste Selbstinszenierung Schröders Kanzlerschaft prägt und welche Parallelen zu späteren Kandidaten bestehen.
Artikel über Gier
Richard David Precht
Richard David Precht schrieb einen philosophischen Essay über Gier für das ZEIT Magazin, möglicherweise im Kontext eines Kalender-Projekts des Magazins. Der Text behandelt die systemische Funktion von Gier – also warum Gier nicht nur ein individuelles Laster ist, sondern eine strukturelle Rolle im Wirtschaftssystem spielt. Precht konnte sich in einem Gespräch mit Markus Lanz nicht mehr erinnern, ob der Text ursprünglich als Magazin-Artikel oder als Beitrag für ein Kalender-Projekt entstand. Der Essay dürfte im Umfeld der Finanzkrise entstanden sein, als die gesellschaftliche Debatte über Gier als Systemtreiber besonders intensiv war.
Artikel über GIZ-Gehälter im Ausland
Ehemalige Mitarbeitende der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) berichten, warum sie trotz gut bezahlter Stellen im Ausland freiwillig gekündigt haben. Sie empfanden ihre hohen Expatgehälter als moralisch nicht vertretbar angesichts der Arbeitsbedingungen und Löhne vor Ort. Der Artikel beleuchtet das strukturelle Spannungsverhältnis zwischen westlichen Entwicklungshelfer-Gehältern und lokalen Realitäten. Die GIZ ist eine der größten deutschen Organisationen für internationale Zusammenarbeit und wird überwiegend aus Bundesmitteln finanziert.
Artikel über Goliaths Hypophysen-Dysfunktion
Der israelische Neurologe Wladimir Berginer analysierte die biblische Figur Goliath aus medizinischer Sicht und diagnostizierte eine Hypophysen-Dysfunktion (Akromegalie). Ein Hypophysentumor erklärt sowohl Goliaths außergewöhnliche Körpergröße als auch seine eingeschränkte Sehfähigkeit, da solche Tumoren auf das Chiasma opticum drücken und Gesichtsfeldausfälle verursachen. Das würde erklären, warum Goliath Davids heranfliegende Steinschleuder nicht ausweichen konnte. Der ZEIT-Artikel reflektiert kritisch, dass die Biomedizin auch vor heiligen Texten nicht Halt macht und biblische Figuren pathologisiert.
Artikel über Grundschule Gräfenauschule in Ludwigshafen
Die Nachricht machte 2023 bundesweit Schlagzeilen: An der Gräfenauschule in Ludwigshafen mussten rund 35 Kinder die erste Klasse wiederholen. Was ist aus diesen Kindern geworden?
Artikel über grünen Stahl im Ruhrgebiet
Die Süddeutsche Zeitung bestätigt die von Friedrich Merz früh geäußerte Skepsis gegenüber der Machbarkeit von grünem Stahl im Ruhrgebiet. Was lange als politisch unkorrekte Aussage galt und einen Shitstorm auslöste, wird nun auch von einem eher kritischen Medium gegenüber Merz als zutreffend eingestuft. Der Artikel beleuchtet die energiepolitischen und wirtschaftlichen Hürden, die eine grüne Stahlproduktion im Ruhrgebiet unter realistischen Bedingungen kaum umsetzbar machen. Er steht im Kontext der breiteren Debatte um die Energiewende, Industriepolitik und die Zukunft des deutschen Stahlstandorts.
Artikel über Günther Langer in der Siegener Zeitung
Zwei nigerianische Männer, die als Bundesfreiwilligendienstler (Bufdis) tätig waren, wenden sich nach der Kündigung ihrer Verträge durch Günther Langer an Polizei und die Siegener Zeitung. Der Lokalartikel konfrontiert Langer mit den Vorwürfen; er verweist auf seinen Anwalt. Der Artikel wird zum auslösenden Medienereignis: Eine Woche nach Erscheinen nimmt sich Langer das Leben. Der Fall wirft Fragen über den Umgang mit ausländischen Bundesfreiwilligen und mögliche Diskriminierung auf.
Artikel über Hamas-Videos
Israelische Behörden zeigen Journalisten Videoaufnahmen vom Hamas-Anschlag vom Oktober 2023, um die Öffentlichkeit mit den Tatsachen zu konfrontieren. Ein Journalist schildert in diesem Artikel, was in den von den Terroristen selbst aufgezeichneten GoPro-Videos zu sehen ist, und beschreibt die dokumentierte Brutalität der Attacke. Der Beitrag wirft die Frage auf, warum Regierungen solche extremen Inhalte medialer Öffentlichkeit zugänglich machen und wo die ethischen Grenzen der Berichterstattung liegen. Im Kern geht es um die Spannung zwischen dem Recht der Öffentlichkeit auf vollständige Information und der Verantwortung von Medien, nicht sensationalistisch zu werden oder Zuschauer unnötig zu traumatisieren. Der Artikel untersucht, wie Journalisten mit unzensiertem Material von extremer Gewalt umgehen sollten und welche Konsequenzen die Verbreitung solcher Inhalte hat.
Artikel über Hans Litten
Marion Gräfin Dönhoff
Nach dem Zweiten Weltkrieg kritisierte die ZEIT vehement die alliierten Kriegsverbrecherprozesse. Auch Marion Gräfin Dönhoff plädierte für die Entlastung der Angeklagten.
Artikel über Havanna-Syndrom im New Yorker
Unexplained brain injuries afflicted dozens of American diplomats and spies. What happened?
Artikel über Herrn Z. im British Medical Journal
Ein Artikel im British Medical Journal aus dem Jahr 2010 dokumentiert den Fall eines Klinikarzezes in England, der als 'Herr Z.' bezeichnet wird und unter seinem vollen Namen in der Publikation erscheint. Der Arzt verschrieb rund 50 Patienten falsche Medikamente in medizinisch unsinnigen Dosierungen und schadete diesen Patienten dadurch erheblich. Der Bericht gilt als wissenschaftlich anerkannte Dokumentation eines schwerwiegenden Falles von ärztlichem Fehlverhalten. Journalist Andreas Sentker zitiert den Artikel als Beleg für die Vorgeschichte von Herrn Z. und dessen Verhalten gegenüber Patienten.
Artikel über Holocaust-Leugnerin-Prozess
Im Jahr 2024 wurde eine 95-jährige Holocaust-Leugnerin – mutmaßlich Ursula Haverbeck – erneut vor Gericht gestellt. Während der Verhandlung erhielt sie von Zuschauern im Gerichtssaal Applaus, was bundesweit für Entsetzen sorgte. Der Spiegel berichtete über den Vorfall und die gesellschaftliche Debatte, die dadurch ausgelöst wurde. Der Fall verdeutlicht, dass Holocaustleugnung und rechtsextreme Sympathien in Deutschland auch 2024 noch öffentlich gezeigt werden. Für viele war der Beifall ein alarmierendes Zeichen für den Zustand der deutschen Erinnerungskultur.
Artikel über Hot Rodent Men
David Hugendick
Ihre Gesichter sind kantig, die Ohren stehen ab, die Anmutung wirkt putzig und ungewaschen. Sind die Nager-Männer nun heiß – oder sind Mensch-Tier-Vergleiche naiv?
Artikel über Identität
Lebert
Benjamin Lebert schreibt in der ZEIT über deutsche Identität aus persönlicher Perspektive. Er beschreibt, wie er selbst nie eine bewusste nationale oder kulturelle Identität hatte – und wie ihm diese nun von außen aufgezwungen wird. Der Text wird im Podcast als Beispiel dafür zitiert, dass Deutsche ihre eigene Identität oft nicht aktiv wahrnehmen, bis sie mit ihr konfrontiert werden. Lebert beleuchtet damit ein kollektives Phänomen: die unbewusste Selbstverständlichkeit des Deutschseins, die erst durch Fremdwahrnehmung sichtbar wird.
Artikel über Identitätspolitik
Lars Weisbrod
Sprache wird maßlos überschätzt, meint unser Autor. Er erklärt, warum man nicht mehr "Identitätspolitik" sagen und auch sonst öfter mal den Mund halten sollte.
Artikel über Impfen und politische Zuordnung
Marc Schieritz
Die Corona-Politik hat den Höhepunkt der Unübersichtlichkeit erreicht. Gut ist das nicht – Grund zur Panik aber auch nicht.
Artikel über Impfgegner bei Masern
Vor sieben Monaten geriet ein bayrischer Arzt in Verdacht, weil er in mehr als 1.200 Fällen Masern-Impfpässe ausgestellt haben soll, ohne die Kinder geimpft zu haben. Blutproben bestätigen nach Informationen von NDR, WDR und SZ nun, dass Kinder keinen Schutz hatten.
Artikel über Iran-Sanktionen und Erdölexporte
Natalie Amiri
Natalie Amiri kritisiert in diesem Gastbeitrag der Süddeutschen Zeitung die Doppelmoral der deutschen Iran-Politik angesichts des iranischen Drohnenangriffs auf Israel. Sie argumentiert, dass wirtschaftliche Interessen wie Energiepreise Menschenrechtsbedenken in den Hintergrund drängen, wenn es um die Sanktionspolitik gegenüber dem Iran geht. Der Artikel wird durch die Beobachtung eingeleitet, dass von den 170 vom Iran abgeschossenen Drohnen keine im israelischen Luftraum ankam, was die Ineffektivität des Angriffs demonstriert. Amiri beleuchtet die Verstrickung deutscher und westlicher Politik mit iranischen Erdölexporten und der Rolle Chinas in diesem geopolitischen Gefüge, um die Widersprüche zwischen verkündeten Werten und tatsächlicher Außenpolitik offenzulegen.
Artikel über Iran-Sanktionen und Ölexporte
Natalie Amiri
Artikel von Natalie Amiri in der Süddeutschen Zeitung über die Wirksamkeit westlicher Sanktionen gegen den Iran angesichts von Chinas andauernden Ölimporten. Amiri untersucht die geopolitische Frage, ob Sanktionen überhaupt greifen können, wenn China den Iran weiterhin beliefert.
Artikel über Israel und Netanyahu im Feuilleton der ZEIT
Zeruya Shalev
Zeruya Shalev, israelische Schriftstellerin, beschreibt im ZEIT-Feuilleton vom März 2023 Netanyahus politischen Wandel als tiefen Verrat an Israel. Anlass waren die Massenproteste gegen die Justizreform, die ab Januar 2023 das Land erschütterten. Shalev vergleicht Netanyahu mit dem biblischen Bild des eifersüchtigen Ehemanns, der aus Liebe zur Macht bereit ist, das Land zu zerstören. Der Artikel ist ein persönlicher Essay einer renommierten israelischen Autorin, die den Schmerz über den Zerfall demokratischer Werte in ihrer Heimat literarisch fasst.
Artikel über Israels Reaktion im Gaza-Krieg
Ein Redakteur von Spiegel oder Frankfurter Allgemeiner Sonntagszeitung argumentiert, dass Israels militärische Reaktion im Gaza-Krieg überzogen und unverhältnismäßig ausfällt. Der Artikel diskutiert die Frage, wie angemessen die israelische Militäroperation ist.
Artikel über Jakob Augsteins Wallaby
Ein Wallaby entläuft in Berlin-Kladow aus seinem Gehege – und der Besitzer, Publizist und Verleger Jakob Augstein, schweigt tagelang dazu. Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung nimmt den skurrilen Vorfall zum Anlass, um über Augstein, sein Tier und die seltsame Berliner Medienblase zu schreiben. Jan Böhmermann zitiert den Artikel ausführlich in seinem Podcast und kommentiert die Geschichte humorvoll als Symptom einer selbstreferenziellen Medienwelt.
Artikel über Jens Spahn (Die Zeit, 2008)
Peter Dausend
Dies ist die Kolumne mit der höchsten Einschaltquote des Jahres: Warum das so sein wird, erfahren Sie, wenn Sie jetzt nicht einfach weiterblättern.
Artikel über Jens Spahn als eigentlichen Gewinner der CDU-Vorsitzendenwahl 2018
Während Annegret Kramp-Karrenbauer ihre Vereidigung als Verteidigungsministerin erhält, offenbart sich ihre Schwäche: Sie brach ihr Versprechen, nicht ins Kabinett einzutreten, und handelte ohne Rücksprache mit ihren Stellvertretern. Die Fürchtung vor Irrelevanz ohne Staatsamt und vor Jens Spahn als Konkurrenz trieb sie zu diesem Kurswechsel. Der eigentliche Gewinner dieser turbulenten Wochen ist Spahn: Als Gesundheitsminister hat er Merkels Lob erhalten und Anerkennung als wichtigster Kritiker des Merkel-Kurses. Während er bei der CDU-Vorsitzendenwahl den dritten Platz belegte, gelang es ihm, seine Reputation zu erhöhen und sich in der gesamten Partei zu etablieren – seine 16 erfolgreichen Gesetzentwürfe zeigen Themensensibilität und Professionalität. Mit 39 Jahren ist Spahn bereits die jüngste Hoffnung der CDU, während Kramp-Karrenbauer, Laschet und Merz deutlich älter sind.
Artikel über Jobverlust durch Maschinen (1910er Jahre)
Bereits in den 1910er Jahren wurde in der New York Times über die Angst vor Jobverlust durch Maschinen berichtet. Die Debatte um technologische Arbeitslosigkeit ist damit kein neues Phänomen, sondern begleitet industrielle Umbrüche seit über einem Jahrhundert. Damals wie heute fürchteten Arbeiter, durch Automatisierung ersetzt zu werden. Diese historische Parallele zeigt, dass gesellschaftliche Ängste vor neuen Technologien – ob Maschinen oder KI – ein wiederkehrendes Muster sind.
Artikel über jüdische Identität im Ukraine-Konflikt
Lenny Lux
Lenny Lux beschreibt in der taz aus persönlicher Perspektive, wie jüdische Menschen in der Ukraine durch den Krieg plötzlich gezwungen wurden, Ukrainisch zu lernen – eine Sprache, zu der sie historisch und emotional kaum Bezug hatten. Der Text berührt die besondere Ortlosigkeit jüdischer Identität, pointiert durch das Bonmot 'Juden haben keine Wurzeln, Juden haben Beine'. Er zeigt, wie der Krieg nicht nur geografische, sondern auch sprachlich-kulturelle Zugehörigkeitsfragen neu aufwirft. Autorin Olga Grjasnowa bezeichnet ihn als 'wunderbaren Text', was auf literarische Qualität und persönliche Betroffenheit hindeutet.