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Artikel über Ausladungen an Universitäten
Ronan Steinke
Der Artikel von Ronan Steinke untersucht anhand von drei konkreten Fällen, wie deutsche Universitäten zunehmend Gastredner ausladen, wenn Empörung oder Sicherheitsbedenken entstehen. Steinke argumentiert, dass diese Praxis der akademischen Freiheit schadet und die Universitäten ihrer eigentlichen Funktion beraubt: der produktiven Auseinandersetzung mit Kontroverse und gegensätzlichen Positionen. Statt Ruhe durch Ausladungen zu bewahren, gefährden Universitäten damit ihr Selbstverständnis als Orte des freien Gedankenaustauschs.
Artikel über Bahnstrecke Duisburg–Düsseldorf
Zwischen Duisburg und Düsseldorf soll die Bahnstrecke ausgebaut werden, um mehr Menschen auf die Schiene zu bringen und die Verkehrswende voranzutreiben. Doch das Projekt stößt auf massiven Bürgerwiderstand: Anwohner lehnen die geplanten Lärmschutzwände ab und fordern stattdessen eine Tunnellösung. Das Beispiel zeigt exemplarisch, wie infrastrukturelle Notwendigkeiten der Verkehrswende an lokalen Interessen und NIMBY-Dynamiken scheitern können. Ohne mehr Schienenkapazität lässt sich der Umstieg vom Auto auf den Zug kaum realisieren.
Artikel über Befangenheit der Ethikratsvorsitzenden
Kritischer Artikel aus Die Welt, der Alena Buyx, Vorsitzende des Ethikrats, der Befangenheit bezichtigt. Der Artikel behauptet, durch ihre Wellcome-Trust-Förderung sei sie von der Pharma-Industrie beeinflusst und unterstützt das Narrativ des „Pharma Girl".
Artikel über Bezos' Hochzeit in Venedig
Amazon-Gründer Jeff Bezos feiert seine Hochzeit in Venedig mit drei Tagen Festivitäten, geschätzten Kosten von 10-30 Millionen Euro, 90 Privatjets und 9 Jachten. Aktivisten wie Marta Sottoriva kritisieren massiv die Kommerzialisierung der historischen Stadt und den ökologischen Fußabdruck, während Bürgermeister Luigi Brugnaro und Regionalpräsident Luca Zaia das Event als wirtschaftliche und kulturelle Ehre für Venedig bezeichnen. Die geplante Trauung findet auf der Klosterinsel San Giorgio Maggiore statt, Luxushotels und historische Stätten wurden vollständig gemietet. Aktivisten planen Sitzblockaden während der Hochzeit. Der Konflikt spiegelt den Gegensatz zwischen Wohlstandselite und lokaler Bevölkerung sowie Fragen zu Nachhaltigkeit und Zugang zu kulturellem Erbe wider.
Artikel über Bidens Führerschein-Abgabe
Ein Kommentar auf Spiegel Online zieht eine Parallele zwischen Joe Biden und einem geliebten Großvater, dem die Familie den Führerschein wegnehmen muss – weil er selbst nicht einsieht, dass es Zeit ist aufzuhören. Der Text bezieht sich auf die Debatte um Bidens geistige Fitness und Eignung für ein weiteres Präsidentschaftsmandat. Das Bild des 'Opas mit dem Führerschein' funktioniert als eingängige Metapher für politisches Loslassen-Können. Der Artikel wurde von Markus Lanz in seiner Sendung als prägnante Zusammenfassung der Biden-Nachfolgediskussion zitiert.
Artikel über Bidens Rücktritt
Die New York Times forderte in einem vielbeachteten Leitartikel Präsident Joe Biden auf, aus der Präsidentschaftswahl 2024 auszusteigen. Nach Bidens schwachem Auftritt beim ersten TV-Duell im Juni 2024 intensivierte die NYT ihre Berichterstattung massiv – Leitartikel, Meinungsbeiträge und Nachrichtenartikel drängten Biden zum Rückzug. Diese Kampagne gilt als Beispiel für den medialen Druck, der letztlich zum Rückzug Bidens im Juli 2024 führte. Die Berichterstattung wurde von Medienkritikern als ungewöhnlich einseitig und koordiniert wahrgenommen.
Artikel über Böhmermann-Zitat zu Ulf Poschardt
Im Podcast „Fest & Flauschig“ sprechen Jan Böhmermann und Olli Schulz über „Welt“-Chef Ulf Poschardt. Der Clip sorgt für Empörung und eine Debatte über Satire.
Artikel über Boris Palmer als 'Oberbürgermeister des deutschen Volksempfindens'
Boris Palmer, parteiloser Oberbürgermeister von Tübingen, hat sich gegen einen Wechsel in die Landesregierung Baden-Württembergs entschieden und wird sein Amt in Tübingen behalten. Der Grünen-Politiker Cem Özdemir, der gerade zum Ministerpräsidenten gewählt wurde, hatte Palmer öffentlich als einen der erfolgreichsten Kommunalpolitiker Deutschlands gelobt und auf eine mögliche Zusammenarbeit gehofft. Palmer selbst hatte sich zunächst offen für neue Aufgaben gezeigt und wollte dabei helfen, das Vertrauen zur CDU wiederaufzubauen, mit der die Grünen koalieren müssen. In der Grünen-Partei ist Palmer umstritten: Während Özdemir und Ministerpräsident Kretschmann sich eine Rückkehr Palmers zur Partei wünschen – er war 2023 nach Skandalen ausgetreten – lehnen Teile der Partei wie die Grüne Jugend eine enge Zusammenarbeit ab. Umfragen zeigten, dass mehr als ein Drittel der Bürger Palmers Ernennung auf Landesebene befürwortet hätte.
Artikel über Boris Palmer und Social Media
Boris Palmer, Oberbürgermeister von Tübingen, nutzt soziale Medien intensiv und wird damit konfrontiert, dass sein Verhalten suchtartig wirkt. Im Kontext von Robert Habecks Rückzug aus den sozialen Medien diskutiert Palmer seine eigene Abhängigkeit von Likes und Posts. Palmer kündigt an, im Mai einen Monat lang auf Facebook zu verzichten – ein freiwilliges 'Facebook-Fasten'. Der Artikel beleuchtet die psychologische Dimension politischer Social-Media-Nutzung und die Frage, ob Politiker sich von Algorithmen und Aufmerksamkeitsökonomie steuern lassen.
Artikel über Brennpunktschule im Lockdown
Eine Brennpunktschule bewältigte den Corona-Lockdown überraschend gut – die Lehrerinnen hatten plötzlich mehr Zeit für einzelne Schüler. Dabei zeigte sich, wie gravierend die Versäumnisse im normalen Schulalltag sind: Eine Lehrerin bemerkte erst im Lockdown, dass ein Kind in der sechsten Klasse nicht lesen konnte. Der Bericht illustriert das strukturelle Versagen des Bildungssystems gegenüber Kindern aus benachteiligten Verhältnissen und die paradoxe Erkenntnis, dass die Ausnahmesituation mehr individuelle Förderung ermöglichte als der Regelbetrieb.
Artikel über Buchabspänne
In der Buchbranche wird selten öffentlich gewürdigt, wer hinter einem Buch steckt: Lektoren, Korrektoren, Gestalter und viele andere bleiben unsichtbar. Ein Artikel in einer Branchenpublikation (Börsenblatt oder Buchreport) griff diese Frage auf und fragte, warum Bücher keinen Abspann haben wie Kinofilme, die alle Beteiligten namentlich nennen. Der Vergleich mit dem Filmabspann macht die strukturelle Unsichtbarkeit des Verlagspersonals greifbar. Der Artikel ist relevant im Kontext einer breiteren Debatte über fehlende Wertschätzung und mangelnde öffentliche Sichtbarkeit von Lektorinnen und Lektoren in der Verlagsbranche.
Artikel über Bundesliga-Städte und ihre Mentalitäten
Die Bundesliga ist in deutschen Städten mehr als ein Sportphänomen, sondern ein zentraler Teil der Alltagskultur. Der Artikel beschreibt die unterschiedlichen Fußballtraditionen und Stadionatmosphären in Metropolen wie München, Dortmund, Leipzig und Hamburg. Für Fans bedeuten Auswärtsspiele oft kleine Städtereisen, bei denen sie nicht nur Fußball erleben, sondern auch regionale Besonderheiten kennenlernen. Der Artikel verbindet diese kulturellen Aspekte mit praktischem Nutzen für Sportwetten: Das Verständnis für die Heimstärke einzelner Clubs, die Atmosphäre in den Stadien und die taktischen Stile ermöglichen bessere Prognosen und informiertere Wettentscheidungen.
Artikel über Carolin Emcke in der NZZ
Carolin Emcke ist in der linken Szene ein Star. Die Intellektuelle schreibt gegen Gewalt und Hass an, manche sehen in ihr eine Retterin der Demokratie. Wenn da bloss nicht diese Betroffenheit wäre, mit der sie ihre eigene Empathiefähigkeit vorzeigt.
Artikel über Carolin Emcke und ihre Irak-Recherche (FAZ, 2004)
Frank Schirrmacher
Frank Schirrmacher porträtiert 2004 Carolin Emckes Recherche, die den Hauptzeugen für eine angebliche Verbindung zwischen Al-Qaida und Saddam Hussein als unglaubwürdig entlarvte. Jeffrey Goldbergs einflussreicher New-Yorker-Artikel hatte diesen Zeugen als Beweis für eine irakisch-islamistische Achse präsentiert – ein zentrales Argument für den Irak-Krieg 2003. Emckes Nachrecherche vor Ort erschütterte diese Darstellung und zeigte, wie fragwürdig die journalistischen Grundlagen für die Kriegsbegründung waren. Der Artikel ist ein frühes Beispiel investigativer Kriegsberichterstattung, die öffentlich gemachte Fehlinformationen systematisch dekonstruiert.
Artikel über Chatbots und Einsamkeit im New Yorker
Paul Bloom
Der Psychologie-Professor Paul Bloom untersucht in seinem New-Yorker-Artikel die Rolle von künstlicher Intelligenz bei der Bekämpfung von Einsamkeit. Er argumentiert, dass KI-Chatbots in bestimmten Fällen, insbesondere bei chronischer Einsamkeit, therapeutisch wirken können. Allerdings warnt Bloom davor, dass das Gefühl von Einsamkeit auch ein wichtiger natürlicher Antrieb ist, um aktiv soziale Kontakte zu pflegen.
Artikel über China-Sanktionen in The Guardian
Ai Weiwei
Der Künstler und Aktivist Ai Weiwei berichtet in diesem Guardian-Interview von seiner Rückkehr nach China, um seine Mutter zu besuchen – trotz jahrelanger Verfolgung, Inhaftierung und Bedrohung durch die chinesische Regierung. Im Zusammenhang mit seiner neuen Publikation über Überwachung und staatliche Kontrolle argumentiert Weiwei, dass westliche Sanktionen gegen China strategisch ineffektiv sind, da westliche Konzerne wie Volkswagen wirtschaftlich massiv vom chinesischen Markt abhängen und Sanktionen daher faktisch zu Selbstsanktionen führen. Der Text verbindet Weiweis persönliche Erfahrungen mit seiner politischen Analyse der globalen Handelsbeziehungen und der Machtstrukturen zwischen dem Westen und China.
Artikel über Christian Kracht
Adam Soboczynski
Christian Kracht hat einen großen neuen Roman geschrieben.
Artikel über Christian Lindners Rückkehr ins Berufsleben
Christian Lindner kehrt nach seinem Ausscheiden als Bundesfinanzminister im November 2024 ins Berufsleben zurück. Nach einer Auszeit, in der er sich nach eigenen Angaben verstärkt um seine Familie gekümmert hatte, nimmt er neue berufliche Tätigkeiten in der Wirtschaft auf. Jan Böhmermann verwendet den Artikel als ironischen Aufhänger, um Lindners Wandel vom Bundesminister zum Privatmann und seine neuen Engagements zu beleuchten. Der Artikel erschien kurz nachdem Lindner am Berliner Kudamm in einer G-Klasse gesichtet worden war.
Artikel über Christian-Schertz-Doku auf Übermedien
Stefan Niggemeier
Stefan Niggemeier kritisiert eine ARD-Dokumentation, die dem Anwalt Christian Schertz ein Denkmal setzt und seine Rolle bei der Aufdeckung des Systems Wedel rühmt. Niggemeiers Analyse zufolge blendet die Doku wichtige Aspekte aus und präsentiert ein unvollständiges Bild von Schertz' Aktivitäten. Der Konflikt zwischen Niggemeier und Schertz zeigt die Spannungen um die Deutungshoheit bei #MeToo-Fragen. Der Artikel wirft Fragen zur Verantwortung öffentlich-rechtlicher Sender bei der kritischen Berichterstattung auf.
Artikel über Clubsterben
Die Hamburger Morgenpost (Mopo) zitierte Aussagen von Olli Schulz aus dem Podcast Fest & Flauschig zum Thema Clubsterben, darunter die Formulierung 'die wollen uns vernichten'. Schulz kritisiert, dass gesprochene Worte aus dem Podcast-Kontext gerissen und als Zitat in einer Zeitung verwendet wurden. Das Thema Clubsterben betrifft den massiven Rückgang von Clubs und Livemusik-Locations, insbesondere in deutschen Großstädten. Schulz sieht die Berichterstattung als irreführend, da er seine Aussage im Podcast anders gemeint habe als sie als Schlagzeile wirkt.
Artikel über Corona in der Zeit
Alexander Kekulé
Alexander Kekulé, Virologe und Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie an der Uni Halle, analysiert die Corona-Pandemie und plädiert für eine konsequent vorsichtige Haltung gegenüber dem Virus. Kekulé war eine der meistzitierten wissenschaftlichen Stimmen der Pandemie in Deutschland und betonte stets die Notwendigkeit evidenzbasierter Maßnahmen. In der öffentlichen Debatte geriet er zeitweise in die Kritik, zu konservativ oder alarmistisch zu sein – was Markus Lanz in seinem Podcast als ungerecht zurückweist. Kekulés Veröffentlichungen in der Zeit belegen seine konsistente, wissenschaftlich fundierte Haltung.
Artikel über Dark Academia und die Corona-Generation
Jens Balzer
Jens Balzer analysiert den Dark-Academia-Trend als kulturelle Reaktion auf die Isolation der Pandemie-Jahre. Die Ästhetik von Bibliotheken, Kerzen und klassischer Bildung erlebte während der Lockdowns einen Boom, befeuert durch soziale Netzwerke und die BookTok-Community auf TikTok. Balzer deutet den Trend als Sehnsucht einer Generation, die in Einsamkeit aufgewachsen ist und in romantisierten Bildungswelten Halt und Gemeinschaft sucht. Die technische Vernetzung verstärkte paradoxerweise diese Rückzugsbewegung ins Analoge.
Artikel über das Abschalten eines Landes
Christian Bangel
Christian Bangel analysiert in diesem ZEIT-Artikel, wie erschreckend schnell sich eine Demokratie in Ausnahmezustand versetzen und faktisch abschalten lässt. Am Beispiel der Corona-Lockdown-Maßnahmen zeigt er, dass autoritäre Herrschaftsformen genau das anstreben, was demokratische Gesellschaften nun freiwillig vollziehen: totale Kontrolle über Bewegungsfreiheit, öffentliches Leben und Grundrechte. Der Artikel warnt vor der Gewöhnung an Ausnahmezustände und der schleichenden Normalisierung autoritärer Instrumente.
Artikel über das Amt der Verteidigungsministerin
Das Verteidigungsministerium gilt als politisches Minenfeld – ein Amt, das Karrieren zerstört statt fördert. Nur Helmut Schmidt schaffte es von dort ins Kanzleramt, alle anderen Amtsinhaber scheiterten oder wurden gestürzt. Für Annegret Kramp-Karrenbauer kommt die Doppelbelastung aus CDU-Parteivorsitz und Ministeramt erschwerend hinzu. Der Artikel analysiert die strukturellen Gründe, warum das Ministerium als besonders schwierig gilt.
Artikel über das bedingungslose Grundeinkommen
Rainer Hank
Rainer Hank kritisiert in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung das Konzept des bedingungslosen Grundeinkommens. Er greift auf das Bild von Pieter Brueghels Gemälde 'Schlaraffenland' (1567) zurück, um zu illustrieren, was passiert, wenn Menschen ohne Gegenleistung versorgt werden: Trägheit und Passivität statt produktiver Teilhabe. Der Artikel setzt sich kritisch mit der Idee auseinander, jedem Bürger ein garantiertes Einkommen zu zahlen, und argumentiert gegen eine solche Umverteilungspolitik.
Artikel über das Buch Jona am Versöhnungstag
Das Buch Jona wird traditionell am Nachmittag von Jom Kippur (Versöhnungstag) in der Synagoge als Haftara vorgelesen. Der Artikel erklärt die theologische Bedeutung dieser Praxis: Jona, der vor seinem göttlichen Auftrag flieht, gilt als Symbol für das Volk Israel, das seiner Berufung immer wieder ausweicht. Die Parallele zwischen Jona und Israel macht den Text zu einem zentralen Buß- und Umkehrtext des höchsten jüdischen Feiertags. Johanna Haberer las den Artikel 2022 zur Vorbereitung auf eine Sendung oder einen Vortrag über das Buch Jona.
Artikel über das Durchnehmen der Pille
Anna Meier
Der Artikel behandelt die Möglichkeit, die Antibabypille durchgehend zu nehmen, um die monatliche Menstruation zu unterdrücken. Die Autorin hinterfragt, warum diese medizinisch sichere Option trotz ihrer praktischen Vorteile so wenig bekannt und genutzt wird. Dabei wird auch das Brustkrebsrisiko erörtert, das bei der Pille ohnehin besteht.
Artikel über das Ende der Mode-Silhouetten
Business of Fashion
Die Modebranche befindet sich in einer Multikrise: Inflation, unterbrochene Lieferketten, steigende Rohstoffkosten und der Boom von Online-Händlern haben bereits zahlreiche etablierte Unternehmen wie Esprit und Peek & Cloppenburg in die Insolvenz getrieben. Hinzu kommt eine anhaltende Konsumflaute, ausgelöst durch wirtschaftliche Verunsicherung und den Angriffskrieg auf die Ukraine, die Ultra-Fast-Fashion-Anbieter wie Shein und Temu begünstigt, die durch extrem niedrige Preise Marktanteile erobern. Während bekannte Marken ihre Kleidung zu hohen Preisen verkaufen, profitieren Arbeiter in Produktionsländern wie Bangladesch und Indien nicht davon: Seit der Rana-Plaza-Katastrophe 2013 haben sich zwar die Sicherheitsbedingungen verbessert, doch die Löhne bleiben bei rund 105 Euro monatlich – ein Hungerlohn, der die dortige Inflation von zehn Prozent nicht widerspiegelt. Die höheren Verkaufspreise der etablierten Marken resultieren nicht aus besseren Arbeitsbedingungen, sondern aus Marketing und höheren Gewinnmargen.
Artikel über das Ende von Social Media
Lars Weisbrod
Unser Leben im Digitalen erschöpft und langweilt uns. Zeit einzusehen: Die sozialen Netzwerke sind längst tot. Oder? Und was kommt danach?
Artikel über das Hamas-Screening
Ein Artikel aus dem Atlantic, in dem ein Journalist detailliert beschreibt, was auf von der israelischen Armee veröffentlichten GoPro-Videos der Hamas-Terroristen zu sehen ist. Der Text problematisiert die Grenzen der journalistischen Informationspflicht und stellt die Frage, wie detailliert über extreme Inhalte berichtet werden sollte.
Artikel über das Reichstag-Projekt (Zeit Magazin 1976)
Petra Kiphoff
Petra Kiphoff schrieb 1976 für das Zeit Magazin einen Artikel über Christos Projekt, den Berliner Reichstag in Stoff zu verhüllen – ein Vorhaben, das damals noch weit von der Realisierung entfernt war. Der Artikel erschien auf dem Cover des Zeit Magazins und trug dazu bei, das Projekt in der deutschen Öffentlichkeit bekannt zu machen. Verleger Gerd Bucerius, selbst Mitgründer der ZEIT, unterstützte das Projekt aktiv und setzte sich persönlich für die behördliche Genehmigung ein. Die Verhüllung wurde schließlich erst 1995 realisiert – nach jahrzehntelangem Kampf um die Erlaubnis.
Artikel über das Risiko eines Trump-Crashs
Henrik Müller
Der neue Präsident und seine Leute können derzeit vor Kraft kaum laufen. Dabei steht die US-Wirtschaft auf wackligen Beinen.
Artikel über das Schaffermahl
Der Spiegel
Es ist das Gegenteil von Karneval: Männer im Frack, Regeln von 1545 – das war jahrhundertelang üblich bei dieser »Bruderschaft« und ihrem »Schaffermahl«. Alles gestrig? Nein, eine Frau redet Tacheles.
Artikel über das Schulsystem als Segregationsmaschine
Arno Frank
Arno Frank argumentiert im Spiegel, dass das deutsche Schulsystem bewusst als Instrument sozialer Segregation konstruiert wurde. Alles unterhalb von Gymnasium und Abitur gilt gesellschaftlich als Scheitern – Haupt- und Realschulabschlüsse werden systematisch abgewertet. Die frühe Selektion von Kindern im Alter von zehn Jahren zementiert soziale Ungleichheit, anstatt Chancen zu öffnen. Der Text liefert eine pointierte Kritik an einem Bildungssystem, das Aufstieg verspricht, aber soziale Herkunft reproduziert.
Artikel über das Weltall / Kosmologie
Stefan Schmidt
Stefan Schmidt beschreibt in diesem ZEIT-Artikel die schwindelerregende Dimension des Universums — von unserer Milchstraße über benachbarte Galaxien bis hin zu gigantischen Superclustern. Er erläutert, wie dunkle Materie und dunkle Energie das Universum durchdringen und seine Struktur prägen. Der Text vermittelt das Staunen über kosmische Größenordnungen, die menschliches Vorstellungsvermögen übersteigen.
Artikel über David Fischer in der Jüdischen Allgemeinen
Lia Reiss und David Fischer betreiben ein Herrenkleidungsgeschäft. Der Artikel der Jüdischen Allgemeinen porträtiert nicht nur das Geschäft, sondern auch Fischers Privatleben und seine Rolle in der jüdischen Gemeinde Berlins – etwa wie er seine Frau kennengelernt hat und dass das Paar die Synagoge in der Riekelstraße besucht. Damit wird jüdisches Leben und Unternehmertum in Berlin authentisch dargestellt.
Artikel über David Fischers jüdisches Leben
Porträt des Privatlebens von David Fischer mit Fokus auf seine jüdische Identität und religiöse Praxis. Der Artikel beleuchtet, wie Fischer seinen Glauben lebt, Synagogen besucht und jüdische Traditionen in seinen Alltag integriert. Als Recherchequelle in einem Podcast erwähnt, liefert er persönliche Einblicke in das jüdische Leben einer öffentlichen Persönlichkeit in Deutschland.
Artikel über den Anfang des Privatfernsehens
Mit der Zulassung privater Anbieter begann 1984 der Aufstieg des Privatfernsehens. Mehrere Rundfunkurteile kamen zu dem Schluss, dass privater Rundfunk nur existieren dürfe, wenn die Grundversorgung durch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk garantiert würde. Am 3. April 1987 wurde dies in einem Rundfunkstaatsvertrag beschlossen.
Artikel über den Angriff auf Rafah
Bei einem israelischen Angriff auf die Großstadt in Südgaza wurde ein Zeltlager für Geflüchtete getroffen. Mindestens 45 Menschen starben. Was bisher bekannt ist.
Artikel über den Applaus von der falschen Seite
Anna Schneider
Anna Schneider argumentiert in ihrem WELT-Meinungsartikel, dass bei der Bewertung von Argumenten allein deren Inhalt zählt, nicht die politische Position der Unterstützer. Sie reagiert auf die Sorge eines Freundes, dass ihre Texte auch von Personen des rechten Spektrums begrüßt werden könnten und lehnt damit die Idee der Kontaktschuld ab. Schneider betont Pluralismus und zivilisierten Streit als Grundlagen der liberalen Demokratie, beklagt aber, dass liberale Minderheiten in Österreich und Deutschland es schwer haben, ihre Positionen durchzusetzen.
Artikel über den Aufschwung der Linken
Nach dem Austritt von Sahra Wagenknecht aus der Linkspartei erlebt die Partei wider Erwarten einen Aufschwung. Viele Mitglieder und Funktionäre empfinden Wagenknechts Abgang als Befreiung und sehen die Partei gestärkt. Die ZEIT dokumentiert Stimmen aus der Linken, die den Verlust der prominenten Politikerin als Chance für einen Neuanfang werten. Der Artikel beleuchtet, wie die Partei nach dem Abspaltungsschock zur Ruhe gekommen ist und wieder an Profil gewinnt.
Artikel über den Briefband von Beauvoir und Sartre
Alice Schwarzer
Alice Schwarzer und Sylvie Le Bon de Beauvoir, die Adoptivtochter und Herausgeberin von Simone de Beauvoirs autobiografischen Schriften, würdigen anlässlich von Beauvoirs 111. Geburtstag deren Vermächtnis. Beauvoir verkörperte eine seltene Einheit von Denken und Handeln: Sie war extrem offen, neugierig und risikobereit und lebte konsequent nach ihren philosophischen Überzeugungen. Ihre autobiografischen Texte sind der Schlüssel zu ihrem Werk, in dem sich bis heute Millionen Frauen weltweit wiedererkennen. Der Artikel zeigt, dass Beauvoir nicht nur intellektuell radikal dachte, sondern diese Radikalität auch in ihrer praktischen Lebensweise verkörperte und damit zeitlos vorbildlich bleibt.
Artikel über den Fall Burda
Sabine Rückert (ZEIT) berichtete als eine der wenigen Journalistinnen über den sogenannten Fall Burda – einen Skandal rund um die einflussreiche Verlegerfamilie Burda. Die Bild-Zeitung veröffentlichte als einziges anderes Medium einen Artikel dazu, der jedoch nachträglich um die Hälfte gekürzt wurde und heute nur noch in verstümmelter Form online auffindbar ist. Rückert vermutet, dass die weitreichenden Medienkontakte der Familie Burda die auffällig geringe Presseberichterstattung erklären könnten. Der Fall illustriert, wie Machtstrukturen innerhalb der deutschen Medienlandschaft kritische Berichterstattung unterdrücken können.
Artikel über den Fall der Demenzpatientin und Walter Jens
Martina Keller
Martina Keller verbindet in ihrem ZEIT-Artikel einen aufsehenerregenden niederländischen Sterbehilfe-Fall – bei dem eine Demenzpatientin auf Basis einer früheren Patientenverfügung getötet wurde – mit der Geschichte des deutschen Rhetorik-Professors und Schriftstellers Walter Jens, der jahrelang an schwerer Demenz litt. Inge Jens, seine Frau, hat das gemeinsame Leben mit dem Erkrankten öffentlich beschrieben, darunter bewegende Szenen des Verlusts von Sprache und Persönlichkeit. Der Artikel stellt die ethische Frage, wie verbindlich Vorausverfügungen bei Demenz sein können, wenn der Betroffene nicht mehr zustimmungsfähig ist. Er ist relevant im Kontext der deutschen Debatten um aktive Sterbehilfe und Selbstbestimmung am Lebensende.
Artikel über den Fall Frau Ader/Frau Ziller
Thomas Melzer
Ein Kriminalfall, in dem zwei Frauen namens Ader und Ziller eine zentrale Rolle spielen, vermutlich als Angeklagte oder Zeuginnen in einem Mordprozess. Autor Thomas Melzer schildert die Stimmung im Gerichtssaal, die bei Erscheinen einer der Frauen schlagartig eisig wird – ein Zeichen tiefer persönlicher Feindschaft oder Verstrickung. Der Artikel erschien sowohl in der gedruckten ZEIT als auch online (Zeit Online), wobei die Leserresonanz auf beide Versionen unterschiedlich ausfiel. Der Fall scheint in Deutschland großes öffentliches Interesse geweckt zu haben.
Artikel über den Fall Frederik Rust
Andreas Sentker
Deutsche Hirnforscher suchen den Geist – in einem Manifest
Artikel über den Fall Ida Derniko
Daniel Müller
Ein Gerichtsreportage-Text aus der ZEIT über den Prozess gegen Ida Derniko, verfasst von Thomas Melzer (im Podcast-Kontext als Autor genannt, obwohl die Metadaten Daniel Müller angeben). Der Prozess dauerte vier Tage und fand vor einem vollen Gerichtssaal statt. Auffällig: Sowohl Zuschauer als auch Prozessbeteiligte entwickelten offenbar eine emotionale Verbindung zur Angeklagten Ida Derniko. Der Text ist eine persönliche Reportage im Stil des Gerichtsjournalismus, in der der Autor seine eigene Haltung zur Angeklagten offenbart.
Artikel über den Fall Maria und Bernhard H.
Miguel Helm
Maria wurde von Bernhard H. entführt und entwickelte während der Gefangenschaft eine emotionale Bindung zu ihrem Entführer – ein Fall, der an das Stockholm-Syndrom erinnert. Journalist Miguel Helm führte rund 20 Gespräche mit Maria und rekonstruiert den Fall aus ihrer Perspektive. Der Artikel dokumentiert auch einen Abschiedsbrief, den Maria ihrem Entführer hinterließ. Sabine Rückert von ZEIT Verbrechen bezieht sich auf diesen Langzeit-Recherche-Artikel als Grundlage der Podcast-Episode.
Artikel über den Fall Maria und Wim
Anne Kunze
Im neuen Livetalk haben Sabine Rückert und Anne Kunze Einblicke in ihre Arbeit gegeben. Das zugeschaltete Publikum konnte Fragen stellen. Sehen Sie hier die Aufzeichnung.
Artikel über den Fall Monika Weimar
Sabine Rückert, Kuno Kruse, Uta König
Artikel der ZEIT-Redakteurin Sabine Rückert vom Dezember 1995 über den Fall Monika Weimar, verfasst zusammen mit Kuno Kruse und Uta König. Rückert reflektiert später selbstkritisch, dass sie als noch unerfahrene Gerichtsreporterin den Artikel heute anders verfassen würde.