Artikel aus Alles gesagt?
622 Artikel aus 125 Episoden · Seite 1 von 13
Der Stürmer
Julius Streicher
Julius Streicher war ein prominenter Nazi-Propagandist und Herausgeber der Hetzschrift "Der Stürmer", die sich durch extreme antisemitische Hetze auszeichnete. Als einer der Angeklagten bei den Nürnberger Prozessen nach dem Zweiten Weltkrieg stand Streicher vor Gericht, da er durch die ideologische Propaganda seines Blattes wesentlich zur Verbreitung des Antisemitismus im Dritten Reich beitrug. Der Artikel dokumentiert anhand der Stadtarchive in der Metropolregion Nürnberg die Geschichte dieser Figur und ihre Bedeutung für die Aufarbeitung der NS-Zeit.
An American Tragedy
David Remnick · 2016
David Remnicks unmittelbarer Kommentar zur Wahl Donald Trumps 2016, geschrieben in 45 Minuten auf dem Küchenboden einer Party. Der Artikel interpretiert Trumps Sieg als „Tragödie für die amerikanische Republik" und wurde millionenfach gelesen.
Apotheken Umschau
Die Apotheken Umschau ist eine Zeitschrift von Wort und Bild mit Fokus auf Gesundheit und Wohlbefinden. Sie enthält regelmäßig Kreuzworträtsel, an denen Leser teilnehmen und Geldpreise gewinnen können. Durch die Teilnahme an solchen Gewinnspielen können auch kleinere Preisgelder für private Anschaffungen zusammenkommen.
Deutschlandkarte
Matthias Stolz
Die wöchentliche Rubrik 'Deutschlandkarte' des ZEITmagazins visualisiert regionale Unterschiede und geografische Besonderheiten Deutschlands. Sie vergleicht Länderformen und -größen und zeigt anhand anschaulicher Darstellungen, wie sich Deutschlands Dimensionen zu anderen Ländern verhalten.
Elf Freunde
Der Fußball-Experte Thomas Hitzlsperger gestaltete als Gastchefredakteur eine Ausgabe des Fußballmagazins 11FREUNDE. Obwohl er großes persönliches Engagement für die Ausgabe aufbrachte, war diese verkaufstechnisch nicht erfolgreich, was den Verlag unzufrieden stimmte.
Geheimplan gegen Deutschland
Correctiv
Die Recherche von Correctiv aus Januar 2024 enthüllte ein geheimes Treffen in Potsdam, bei dem Remigrationspläne diskutiert wurden. Der Bericht löste intensive öffentliche Debatten über Grenzen des politischen Spektrums aus und markierte für viele einen Wendepunkt in der Wahrnehmung des gesellschaftlichen Klimas in Deutschland. Die Enthüllung intensivierte die Angst in betroffenen Communitys erheblich.
Hiroshima
John Hersey · 1946
Bahnbrechende Reportage von John Hersey über die Auswirkungen der Atombombe auf Hiroshima, veröffentlicht 1946 in The New Yorker. Die investigative Langform-Reportage dokumentiert die Perspektiven von Überlebenden und wird als Wendepunkt im journalistischen Standard des Magazins betrachtet.
My President Was Black
Ta-Nehisi Coates
Ta-Nehisi Coates' Titelgeschichte analysiert die historische Bedeutung der ersten afrikanisch-amerikanischen Präsidentschaft unter Barack Obama. Der Artikel beleuchtet nicht nur Obamas Zeit im Weißen Haus, sondern auch die gesellschaftlichen Transformationen und das Vermächtnis dieser Ära. Coates verbindet persönliche Reflexion mit historischer Analyse einer epochalen Verschiebung in der amerikanischen Geschichte.
Neon
Nora Reinhardt beschreibt in diesem Neon-Artikel das "Tschirner-Paradox": ein Phänomen, bei dem Aussagen durch mehrfache Ironieebenen den Anschein von Offenheit erwecken, aber letztlich substanzlos bleiben. Der Artikel untersucht diese Form der Nichtkommunikation, die witzig wirkt, aber keine echten Inhalte vermittelt.
Recherche zum FDP-Ausstiegsplan ('D-Day')
Robert Pausch
Robert Pausch recherchiert für die ZEIT, wie die FDP-Führung von Anfang an geplant hatte, ein vertrauliches Anti-Grünen-Papier an die Presse durchzustechen. Die Recherche belegt, dass der Koalitionsbruch strategisch inszeniert wurde. Der Artikel zeigt, wie Reaktionen der FDP auf die Recherche verdeutlichen, dass wichtige politische Akteure den Wählerwunsch nach Glaubwürdigkeit nicht verstanden haben.
Titelgeschichte über Lachs
In diesem mythologischen Märchen wird erzählt, wie der junge Lachs – der einzige Überlebende seiner Familie – nach seiner Verwandlung in Menschengestalt seine Eltern aufsucht. Sein Vater war von Coyote, Stinktier und fünf Wölfen getötet worden, seine Mutter wird gefangen gehalten. Der Lachs stellt sich den Mördern, durchschaut ihre Lügen und bestraft sie: Er verbannt das Stinktier in die Berge und verurteilt den Coyoten, sich von Aas am Flussufer zu ernähren. Danach findet er seine Mutter bei den fünf Wölfen und überlistet diese, indem er sich in einen alten Mann verwandelt. Die Geschichte ist eine Rache- und Gerechtigkeitserzählung, in der der schwache Überlebende durch Weisheit und übernatürliche Kräfte gegen seine stärkeren Gegner triumphiert.
68 Bits of Unsolicited Advice
Kevin Kelly
Ein 68-jähriger Autor teilt zu seinem Geburtstag 68 praktische Lebensratschläge, die sich auf persönliches Wachstum, Beziehungen und tägliche Gewohnheiten konzentrieren. Die Tipps umfassen essenzielle Soft Skills wie aktives Zuhören, die Fähigkeit, von Gegnern zu lernen, sowie konkrete Ratschläge wie die Einhaltung von Fristen, regelmäßiges Vorlesen für Kinder und das Teilen von Mahlzeiten mit anderen. Der Autor betont, dass Enthusiasmus, Dankbarkeit und kontinuierliches Lernen zentrale Tugenden sind, um ein erfülltes Leben zu führen und Beziehungen zu stärken.
99 Fragen
Moritz von Uslar
Moritz von Uslar veröffentlicht ein Buch seiner preisgekrönten Interviewreihe 99 Fragen an, die ursprünglich unter dem Titel 100 Fragen an 2004 im SZ-Magazin erschien. Nach seinem Wechsel zum Zeit-Magazin verfeinerte er das Format: Er reduzierte die Fragen um eine, verlangsamt das Tempo und legte weniger Wert auf Boulevard-Interviews. Das Ergebnis ist eine intellektualisierte Version mit prominenten Gästen wie Werner Herzog, David Hockney, Diane Kruger und anderen, geprägt durch die charakteristische Schlagfertigkeit und Improvisationskunst des Interviewers. Das Buch ist beim Verlag Kiepenheuer & Witsch erhältlich und kostet 14,99 Euro.
Abschiedskolumne für Neon
Sophie Passmann
Sophie Passmann schrieb die letzte Kolumne für das Magazin Neon, als es eingestellt wurde. Darin verarbeitete sie das Ende des Magazins mit ihrer typisch humorvollen Stimme, versteckte aber zwischen den Zeilen einen düsteren Gedanken über Liebesasymmetrie: Wer mehr liebt, ist der Verlierer – und sollte den Abschied selbst initiieren. Dieser Satz berührte Jochen Wegner tief, weil er die emotionale Schwere des Abschieds – sowohl vom Magazin als auch in persönlichen Beziehungen – in einer eigentlich leichten Listenkolumne transportierte.
Abschiedstext über Angela Merkels Rückzug
Jana Hensel
Die Schriftstellerin Jana Hensel würdigt Angela Merkel in der Zeitung Die Zeit anlässlich deren Ankündigung, nicht erneut als Kanzlerin anzutreten. Der Kritiker Jochen Wegner hinterfragt, ob Hensel Merkel dabei verklärt. Hensel begründet ihre Faszination rational: Merkel als Ostdeutsche und Frau sei ein seltenes Vorbild, durch das sie die fehlende Repräsentation Ostdeutscher thematisieren könne. Der Artikel wirft die grundsätzliche Frage auf, ob Kunstschaffende wieder vermehrt die politische Obrigkeit verherrlichen – ein Phänomen, das lange als überwunden galt.
Adidas-Kanye-West-Recherche
Die New York Times hat eine umfassende Untersuchung der Geschäftsbeziehung zwischen Kanye West und Adidas veröffentlicht. Über fast ein Jahrzehnt (2013–2022) tolerierte Adidas trotz massiver Verhaltensauffälligkeiten Wests – antisemitische Äußerungen, Swastika-Zeichnungen, Pornografie im Büro – weil die Yeezy-Kollektion äußerst profitabel war und West zum Milliardär machte. Wests Bipolar-Störung führte zu extremen Stimmungsschwankungen und impulsiven Forderungen wie der plötzlichen Verlagerung der Schuh-Entwicklung nach Wyoming. Adidas-Manager richteten eine interne „Yzy hotline" ein, um mit Wests Verhalten umzugehen, und erhöhten sein Gehalt wiederholt: 2019 zahlte Adidas zusätzlich 100 Millionen Dollar jährlich. Erst nach öffentlichen Äußerungen Wests über Juden beendete Adidas die Zusammenarbeit 2022.
Alarmstufe Roth
Und weiter geht es im heiteren Beruferaten: Wer ist ein Antisemit und woran erkennt man ihn oder sie? Jetzt ist tatsächlich Claudia Roth in den Verdacht geraten, nur weil sie einen alten Freund, der zufällig ein Holocaustleugner und Sprecher des iranischen Parlaments ist, noch herzlicher begrüßt hat, als es ihm lieb war. Gerechtigkeit für Claudia!
Alice Schwarzer Artikel über Beauvoir-Sartre-Briefband
Alice Schwarzer
Alice Schwarzer analysiert Simone de Beauvoirs Beziehung zu Jean-Paul Sartre anhand von wiederentdeckten Briefen. Die beiden schlossen im jungen Alter einen lebenslangen Pakt: primäre Bindung aneinander, aber Offenheit für andere Erfahrungen und gegenseitige Ehrlichkeit. Nach Sartres Tod 1980 bestritt Beauvoir die Existenz ihrer Briefe; erst nach ihrem Tod 1986 fand ihre Lebensgefährtin sie in einem Wandschrank. Schwarzer fragt, warum Beauvoir diese historisch wertvollen Dokumente bewusst verbarg. Der Artikel beleuchtet Beauvoir als intellektuelle Ikone, die mit dem Werk Das andere Geschlecht die Frauenbefreiung prägte und mit ihrem unkonventionellen Liebespakt zum Modell der freien Liebe für Generationen wurde.
Analyse des AfD-Wahlprogramms
Kai Biermann
Die AfD will raus aus dem Euro. Das kostet Millionen Jobs. Auch die Ideen für Energie- und Steuerpolitik haben es in sich und treffen ausgerechnet AfD-Wähler.
Analyse zum Effekt des Rezo-Videos auf die Europawahl
Holger Darmbeck
Es begann mit "Fridays for Future" und den Jugendprotesten gegen Uploadfilter - dann kam das Video des YouTubers Rezo. Aber hat die Union deshalb tatsächlich Stimmen verloren? Ein Blick in die Daten.
Antikythera-Mechanismus (BBC-Bericht)
Melvyn Bragg und seine Gäste diskutieren in dieser BBC-Radiosendung den Antikythera-Mechanismus, einen rätselhaften Apparat der antiken Griechen. Bei diesem Fund handelt es sich um ein astronomisches Rechengerät aus der Antike, dessen genaue Funktion und Herkunft lange ungeklärt blieben. Die Sendung beleuchtet die Bedeutung dieser archäologischen Entdeckung für unser Verständnis antiker Technologie und Wissenschaft. Der Antikythera-Mechanismus gilt als Vorläufer moderner Rechner und dokumentiert das erstaunliche Niveau der hellenistischen Ingenieurskunst. Die Episode erschien am 12. Dezember 2024 im BBC-Podcast „In Our Time", der sich regelmäßig mit historischen und wissenschaftlichen Themen auseinandersetzt.
Art School Wets
Moscow School of Contemporary Art is a faculty of the Universal University.
Artikel im New Yorker nach dem 11. September
Susan Sontag
Susan Sontag is Contributor on The New Yorker. Read Susan Sontag's bio and get latest news stories and articles. Connect with users and join the conversation at The New Yorker.
Artikel im Spiegel (1994)
Daniel Cohn-Bendit
Daniel Cohn-Bendit, 44, grüner alternativer Dezernent für »multikulturelle Angelegenheiten« im Frankfurter Magistrat und ehemaliger Anführer der französischen Studentenrevolte im Mai 1968, kann sich nach mehr als 20 Jahren Abwesenheit eine Rückkehr in…
Artikel in den New York Times über jüdische Identität
Max Czollek
Max Czollek, deutscher Dichter und Autor von 'Desintegriert euch!', beschreibt in diesem Artikel seine Sicht auf jüdische Identität im heutigen Deutschland. Er positioniert sich als einer der wenigen Juden in Deutschland mit einer familiären Verbindung zur Vorkriegszeit. Der Artikel thematisiert, was es bedeutet, in einem Land jüdisch zu sein, das den Holocaust perpetriert hat. Schriftsteller Maxim Biller kritisiert Czolleks Selbstdarstellung als performatives 'Gedächtnistheater' ohne authentische historische Verwurzelung.
Artikel in der Bild über Gigi-D'Agostino-Vorfall
Bild
Die italienische populäre Musik umfasst populärmusikalische Strömungen in Italien seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. Die strenge Trennung zwischen gehobener klassischer Musik und der dialektalen Volksmusik verhinderte in Italien lange die Entstehung einer nationalen populären Musik. Die neapolitanische Volksmusik konnte als erste die regionalen Grenzen überschreiten, die Entwicklung der ersten Aufnahmetechniken und die Verbreitung der caffè-concerti beeinflussten die Zirkulation von Musik um d...
Artikel in der FAZ (Angela Merkels Abrechnung mit Kohl)
Angela Merkel
Angela Merkel veröffentlichte im Dezember 1999 in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung einen Gastbeitrag, in dem sie die CDU aufforderte, sich von Helmut Kohl zu emanzipieren und einen eigenständigen Neuanfang zu wagen. Der Artikel erschien auf dem Höhepunkt der CDU-Spendenaffäre, in der Kohl schwarze Kassen eingeräumt hatte. Merkel brach damit öffentlich mit ihrem langjährigen Mentor und Förderer. Der Beitrag gilt als entscheidender Schritt in Merkels Aufstieg zur Parteivorsitzenden und als einer der mutigsten politischen Schritte ihrer Karriere.
Artikel in der FAZ zur CDU-Spendenaffäre
Angela Merkel
Angela Merkel distanzierte sich am 22. Dezember 1999 in einem Gastbeitrag in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung öffentlich von Helmut Kohl und forderte die CDU auf, sich vom Spendenskandal zu befreien. Sie argumentierte, die Partei müsse politisch eigenständig werden und dürfe ihre Zukunft nicht an das Schicksal ihres langjährigen Ziehvaters knüpfen. Der Beitrag gilt als mutiger Tabubruch und als entscheidender Karriereschritt Merkels, der sie als eigenständige politische Persönlichkeit etablierte. Die CDU-Spendenaffäre hatte Kohl in eine schwere Krise gestürzt, nachdem er schwarze Kassen eingestanden hatte.
Artikel in der Neuen Zürcher Zeitung über deutsche Intellektuelle
Eine neue Generation öffentlicher Intellektueller hat übernommen. Etwa in der Person von Carolin Emcke oder Jan Böhmermann. Warum aber werden die immer gleich zu Aktivisten?
Artikel in der Süddeutschen Zeitung über Ted Hughes' Fax
Robert Habeck, Andrea Paluch
Greta, Dreier und Haschisch! Bevor Robert Habeck Vizekanzler wurde, schrieb er mit seiner Frau Jugendbücher. Was lässt sich denn da ablesen?
Artikel in der Washington Post (Gewalt gegen Frauen in Konflikten)
Heiko Maas / Angelina Jolie
Gastbeitrag von Heiko Maas und Angelina Jolie in der Washington Post über sexualisierte Gewalt gegen Frauen in bewaffneten Konflikten. Der Artikel setzt sich für den Schutz von Frauen in Kriegsgebieten ein und verbindet politische und humanitäre Perspektiven.
Artikel in der Welt über Hadija Haruna-Oelker
Porträt von Hadija Haruna-Oelker als Wortführerin im Diskurs über Identitätspolitik und Freiheit. Der Artikel beleuchtet ihre öffentliche Rolle und ihren Einfluss auf aktuelle gesellschaftliche Debatten, wobei er sich kritisch mit ihrer Position auseinandersetzt. Wissen57 untersucht ihre Bedeutung als aufstrebende Stimme in polarisierten Debatten der Gegenwart.
Artikel von Ferda Ataman zur Ost-Migrations-These
Ferda Ataman
Ferda Ataman, Bundesantidiskriminierungsbeauftragte, bereist den Osten Deutschlands und dokumentiert ein verändertes gesellschaftliches Klima: Rassismus und Diskriminierung sind salonfähiger und offener geworden. Die hohen Umfragewerte der AfD für die Herbst-Landtagswahlen korrelieren mit vermehrten Übergriffen im Alltag und Arbeitsleben. Migranten berichten von fehlender Sicherheit, und Beratungsstellen rechnen mit steigenden Fallzahlen rassistisch motivierter Gewalt. Der Text illustriert, wie politische Verschiebungen gesellschaftliche Grenzen verändern und marginalisierte Gruppen unmittelbar treffen.
Artikel von Jacques Schuster in der Welt
Jacques Schuster
Jacques Schuster beleuchtet in diesem Artikel die Geschichte der Konversionen zum Judentum in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg. Er berichtet, wie der Rabbiner von Berlin Hunderte von Deutschen empfing, die sich zum jüdischen Glauben bekennen wollten. Der Beitrag bietet wichtigen historischen Kontext zu dieser wenig bekannten Nachkriegsentwicklung.
Artikel von Janice Goyle im Volkskrant
Janice Goyle
Die schwarze niederländische Journalistin Janice Deul (im Podcast als 'Goyle' transkribiert) veröffentlichte 2021 im Volkskrant einen vielbeachteten Artikel zur Übersetzungskontroverse um Amanda Gormans Gedicht 'The Hill We Climb'. Der niederländische Verlag Meulenhoff hatte die weiße Schriftstellerin Marieke Lucas Rijneveld als Übersetzerin ausgewählt — Deul kritisierte nicht die Person, sondern die verpasste Chance: Eine schwarze, aktivistische Frau mit ähnlichen kulturellen Wurzeln wie Gorman wäre die angemessenere Wahl gewesen. Der Artikel löste eine breite öffentliche Debatte über Repräsentation im Literaturbetrieb aus und führte letztlich dazu, dass Rijneveld die Aufgabe zurückgab.
Artikel von Stefan Niggemeier über Amanda Gorman-Debatte
Stefan Niggemeier
Stefan Niggemeier analysiert die Debatte um die niederländische Übersetzung von Amanda Gormans Gedichtband und ordnet die Kontroverse für deutschsprachiges Publikum ein. Der Artikel beleuchtet die Hintergründe und verschiedenen Positionen des Übersetzungsstreits.
Artikel von Stefan Niggemeier über Reichsbürger-Razzia
Stefan Niggemeier
Die Berichterstattung über die "Reichsbürger"-Razzia wirft Fragen auf: Wie konnte so schnell und ausführlich reagiert werden? Gab es Absprachen mit den Ermittlern? Medienjournalist Stefan Niggemeier empfiehlt, Distanz zu Behörden zu wahren.
Artikel von Tagesspiegel über Bildung
Marina Weisband
Europas größte Bildungsmesse steht dieses Jahr im Zeichen der Demokratiebildung. Protest gibt es gegen einen AfD-Stand – auch bei der geplanten Ehrung der Messebotschafterin.
Artikel zu Salafismus
Heidi Reichinnek
Heidi Reichinnek verfasste während eines Praktikums bei der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kairo einen Artikel über Salafismus im Rahmen eines Forschungsprojekts der Stiftung. Der damalige Stiftungsleiter regte das Thema an und legte damit den Grundstein für Reichinneks spätere Spezialisierung auf politischen Islam. Der Artikel entstand vermutlich Anfang der 2010er Jahre und analysierte salafistische Bewegungen, möglicherweise im ägyptischen Kontext. Die Konrad-Adenauer-Stiftung war zu dieser Zeit aktiv in der Nahost-Forschung tätig.
Artikel zur Döpfner-SMS-Debatte
Thea Dorn
Thea Dorn, Nele Pollatschek, Hedwig Richter und Giovanni di Lorenzo diskutieren in diesem Debattenbeitrag zentrale Fragen zur zeitgenössischen Debattenkultur, insbesondere wie weit politische Regulierung gehen soll und welche Grenzen beim Umgang mit privaten Äußerungen bestehen. Dorn setzt sich kritisch damit auseinander, ob es ethisch vertretbar ist, aus privaten Nachrichten zu zitieren und daraus politische Schlussfolgerungen zu ziehen, wie etwa bei der kontrovers diskutierten Döpfner-SMS. Der Text beleuchtet den Konflikt zwischen Transparenz als demokratischem Wert und dem Schutz der Privatsphäre, während gleichzeitig Corona-Maßnahmen und Klimapolitik als Beispiele für gegenwärtige gesellschaftliche Zerreißproben dienen. Das Stück ist relevant für alle, die verstehen möchten, nach welchen Regeln politische und öffentliche Debatten heute geführt werden sollten.
Artikel zur Erbschaftssteuer im Merkur
Marietta Auer
Ein Essay von Marietta Auer. Jetzt lesen in der Kulturzeitschrift MERKUR — Gegründet 1947 als Deutsche Zeitschrift für europäisches Denken.
Artikel zur Finanzierung von Fridays for Future
Wir haben ein Recht auf Zukunft. Die Regierung muss es schützen. 2024 war ein Klima-Katastrophenjahr. Die Klimakrise ist hier und jetzt. Wir spüren sie überdeutlich und wissen, dass sie in Zukunft nur noch schlimmer wird. Wie schlimm, das zu entscheiden, steht noch in unserer Macht. Wir haben keine Zeit, auf die Apokalypse zu warten, bis
Artikel zur solidarischen Antwort auf die Corona-Krise in Europa
Heiko Maas, Olaf Scholz
Heiko Maas und Olaf Scholz haben Anfang April 2020 einen gemeinsamen Gastbeitrag in mehreren europäischen Zeitungen unter dem Titel Eine solidarische Antwort auf die Corona-Krise in Europa veröffentlicht. Der Finanzminister und Außenminister signalisieren darin Deutschlands Bereitschaft, andere EU-Partner während der Pandemie zu unterstützen. Bemerkenswert ist jedoch, dass beide das Thema Corona-Bonds bewusst unerwähnt lassen, obwohl dies zu dieser Zeit eine zentrale und umstrittene Debatte über gemeinsame europäische Finanzierungsmechanismen war. Der Beitrag dokumentiert Deutschlands Balanceakt zwischen dem Signal von Solidarität und der Vermeidung konkreter Festlegungen zu europäischen Finanzinstrumenten.
Artikel über Adidas und Kanye West
Nach dem Bruch mit Kanye West (Ye) im Oktober 2022 blieb Adidas auf Lagerbeständen im Wert von rund 1,3 Milliarden Dollar an Yeezy-Schuhen sitzen. Die Partnerschaft hatte Adidas jährlich schätzungsweise 1,5 Milliarden Dollar Umsatz eingebracht – ihr Ende brachte den Konzern an den Rand eines Jahresverlusts. Der Fall zeigt exemplarisch, wie abhängig Sportartikelkonzerne von einzelnen Kreativpartnern geworden sind und welche existenziellen Risiken entstehen, wenn solche Partnerschaften zerbrechen. Adidas musste schrittweise Restbestände der Yeezy-Kollektion verkaufen und Erlöse für wohltätige Zwecke spenden.
Artikel über Adidas-Probleme durch Kanye-West-Trennung
Die Trennung von Adidas und Kanye West (Ye) im Oktober 2022 hatte massive wirtschaftliche Folgen für den Sportartikelhersteller. Die Yeezy-Linie war eine der profitabelsten Kooperationen in der Unternehmensgeschichte und trug zuletzt rund 1,5 Milliarden Euro zum Jahresumsatz bei. Nach Wests antisemitischen Äußerungen beendete Adidas die Partnerschaft und stand vor dem Problem, Millionen unverkaufter Yeezy-Schuhe loszuwerden. Der Artikel beleuchtet die finanzielle Abhängigkeit von einer einzigen Celebrity-Kollaboration und die Strategie, die Restbestände schrittweise zu verkaufen.
Artikel über Afghanistan in Die Welt
Juli Zeh
Die Schriftstellerin und Völkerrechtlerin Juli Zeh argumentiert in einem Interview der SRF-Sendung Sternstunde Philosophie dafür, Weltpolitik primär aus realpolitischen Interessen statt moralischen Maßstäben zu bewerten. Sie betrachtet den Konflikt zwischen US-Präsident Trump und dem ukrainischen Präsidenten Selenskij als absehbares Aufeinandertreffen gegensätzlicher Positionen, das weder überraschend noch diplomatisches Desaster ist. Zeh warnt davor, Trump allein wegen einzelner Tweets als schlimmsten Präsidenten zu bezeichnen, da seine Vorgänger durch illegale Kriege wie in Vietnam Millionen Menschen getötet hätten. Ihre Position basiert auf ihrer Erfahrung als Völkerrechtlerin, die bereits kurz nach dem 11. September gegen den Afghanistan-Einmarsch argumentierte.
Artikel über Allmendinger als Bundespräsidentschaftskandidatin
Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung spekulierte 2016 über Jutta Allmendinger, Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin, als mögliche Kandidatin für das Bundespräsidentenamt. Laut dem Artikel hält sich Allmendinger mit öffentlichen Äußerungen zu dem Thema bewusst zurück, um sich keine Chancen zu verbauen. Der Artikel beschreibt dieses Schweigen als strategisches Kalkül, was Allmendinger selbst als falsche Darstellung empfindet. Die Bundespräsidentenwahl fand 2017 statt, als schließlich Frank-Walter Steinmeier gewählt wurde.
Artikel über Befangenheit der Ethikratsvorsitzenden
Kritischer Artikel aus Die Welt, der Alena Buyx, Vorsitzende des Ethikrats, der Befangenheit bezichtigt. Der Artikel behauptet, durch ihre Wellcome-Trust-Förderung sei sie von der Pharma-Industrie beeinflusst und unterstützt das Narrativ des „Pharma Girl".
Artikel über Brennpunktschule im Lockdown
Eine Brennpunktschule bewältigte den Corona-Lockdown überraschend gut – die Lehrerinnen hatten plötzlich mehr Zeit für einzelne Schüler. Dabei zeigte sich, wie gravierend die Versäumnisse im normalen Schulalltag sind: Eine Lehrerin bemerkte erst im Lockdown, dass ein Kind in der sechsten Klasse nicht lesen konnte. Der Bericht illustriert das strukturelle Versagen des Bildungssystems gegenüber Kindern aus benachteiligten Verhältnissen und die paradoxe Erkenntnis, dass die Ausnahmesituation mehr individuelle Förderung ermöglichte als der Regelbetrieb.