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Unbenannter Text über den Luxus des Journalismus
Konstantin Seibt
Constantin Seibt, ehemaliger Reporter, gründete mit Republik.ch ein Schweizer Online-Magazin, das traditionelle Journalismus-Modelle grundlegend reformiert. Das Projekt stellt klassische Verlags- und Finanzierungsstrukturen in Frage und verfolgt dabei ein alternatives Konzept für digitale Zeiten. Mit seiner Transformation vom Journalisten zum Medienmanager verkörpert Seibt den Versuch, den Journalismus an neue Lesererwartungen anzupassen. Republik.ch demonstriert, dass unkonventionelle Ansätze im Journalismus erfolgreich sein können, indem sie Transparenz und Leserorientierung in den Mittelpunkt stellen.
Unbenannter Text von Michael Wolffsohn
Michael Wolffsohn
Der Historiker Michael Wolffsohn beschreibt eine neue geopolitische Ordnung im Nahen Osten, in der sich Saudi-Arabien, Israel und Jordanien gegen den gemeinsamen Feind Iran zusammenschließen. Diese Allianz deutet auf ein fundamentales Umdenken in den historischen Feindschaften der Region hin und könnte als Hoffnungssignal für stabilere Verhältnisse gelesen werden.
Und wenn alles ganz anders war
Der Artikel erörtert die definitorischen und beweistechnischen Schwierigkeiten bei der Verfolgung von Kindesmissbrauch. Experten wie der Erziehungswissenschaftler Reinhart Wolff und der Forensiker Udo Undeutsch zeigen auf, dass es weder standardisierte Testverfahren noch eindeutige Symptome gibt, die sexuelle Misshandlung sicher nachweisen. Besonders bei Jahrzehnte zurückliegenden Fällen sind Zeugenberichte durch Erinnerungslücken, Suggestionen und nachträgliche Rekonstruktionen so kompromittiert, dass die Wahrheit oft nicht zu ermitteln ist. Der Autor warnt daher vor voreiligen öffentlichen Urteilen gegen Institutionen und Personen auf Grundlage unbewiesener Vorwürfe und fordert stattdessen zunächst eine wissenschaftlich fundierte Darstellung der Vorgänge.
Unrecht im Namen des Volkes
Sabine Rückert
Sabine Rückert recherchierte einen Justizskandal, in dem zwei Männer aufgrund der Falschaussage einer psychisch erkrankten Frau zu langen Haftstrafen verurteilt wurden. Ihr vierseitiges Dossier in der ZEIT vom Mai 2002 löste eine Überprüfung des Falls aus. Das Verfahren wurde später wiederaufgenommen und führte 2005 zum Freispruch beider Unschuldigen.
Unverdient
Heribert Prantl
Marlene Engelhorn, eine 31-jährige Wienerin und Erbin von 25 Millionen Euro aus der BASF-Familie, hat den größten Teil dieses Vermögens über einen von ihr organisierten Bürgerrat an 77 Organisationen verteilt. Nach sechswöchigen Beratungen entschieden 50 Bürger aus verschiedenen Bevölkerungsgruppen über die Verteilung der Gelder. Heribert Prantl argumentiert in seinem Meinungsartikel, dass die Erbschaftssteuer eine zentrale Gerechtigkeitsfunktion hat: Sie soll verhindern, dass sich Gesellschaft in immer reichere und ärmere Schichten spaltet. Engelhorns freiwillige Umverteilung demonstriert, dass Sozialstaat und Demokratie zusammenhängen – wer extrem ungleich verteilte Vermögen zulässt, gefährdet die demokratische Stabilität.
Vanity Fair
Artikel über geschlechtsspezifische Unterschiede in der Selbstdarstellung. Männer definieren sich häufig über ihren Titel und ihre Position, während Frauen ihre konkrete Tätigkeit und Leistung betonen. Dieser Unterschied offenbart interessante Muster in der Karrierenkommunikation und Selbstwahrnehmung zwischen den Geschlechtern.
Veränderung der Happy-Meal-Gimmicks (YouTube-Video)
Dokumentation der Entwicklung von McDonald's Happy-Meal-Spielzeugen vom Anfang der 2000er Jahre bis heute. Das Video zeigt die Veränderung von aufwendigen Spielzeugen wie sprechenden Roboterhunden hin zu einfachen Sammelkarten. Es verdeutlicht den Kostenspardruck in der Industrie.
Verbrechen-Artikel über Asylbetrug in Norwegen
Der Artikel behandelt den Fall eines Mannes, der sich in Polen als Verfolgter ausgab und daraufhin erfolgreich Asyl in Norwegen erhielt. Später stellte sich heraus, dass er unter falschen Voraussetzungen eingereist war und tatsächlich kriminelle Absichten verfolgte. Der Bericht beleuchtet die Hintergründe dieses Falles und die Sicherheitsrisiken durch unzureichende Überprüfungen von Asylbewerbern.
Verdrehte Moral – Europas Blick auf Israels Krieg
Jacques Schuster
Jacques Schuster, Chefredakteur der Welt am Sonntag, kritisiert in seinem Leitartikel die deutsche Medienberichterstattung zum Israel-Hisbollah-Konflikt. Er argumentiert, dass hierzulande die Rollen von Täter und Opfer beim israelischen Militäreinsatz im Libanon verdreht werden und widerlegt damit eine in der deutschen Öffentlichkeit verbreitete Sichtweise. Der Artikel nimmt eine gegen die deutsche Mehrheitsmeinung gerichtete Position zur Nahost-Geopolitik ein.
Verein für freie Meinungsäußerung kritisiert Meinungsäußerung ihres Präsidenten
Nele Pollatschek
Die UN-Sonderberichterstatterin für Meinungsfreiheit, Irene Khan, hat Deutschland vom 26. Januar bis 6. Februar besucht und kritisiert, dass das Land an einem „Scheideweg für die Meinungsfreiheit" steht. Sie identifizierte gestiegene Probleme mit Antisemitismus, Islamfeindlichkeit, Feindlichkeit gegenüber Migranten und geschlechtsspezifischem Hass. Khan fordert Deutschland auf, sichere und inklusive Räume für vielfältige Meinungen zu schaffen. Die Bundesregierung erklärt durch einen Sprecher des Auswärtigen Amts, die Kritik ernst zu nehmen, betont aber, dass der Besuch insgesamt positiv verlaufen sei, und kündigte an, Khans abschließenden Bericht im Juni abzuwarten.
Vergewaltigung in der Ehe
Sabine Rückert
Vergewaltigung in der Ehe – die längste Zeit existierte in Deutschland diese Tat juristisch nicht, ganz egal, was ein Ehemann getan hatte. Erst am 15. Mai 1997 beschloss der Bundestag nach zähem parlamentarischen Ringen, Vergewaltigung in der Ehe fortan als Verbrechen zu bewerten.
Vergewaltigungsvorwürfe gegen Julian Assange
Die schwedische Staatsanwaltschaft stellt Ermittlungen gegen WikiLeaks-Gründer Julian Assange wegen Vergewaltigungsvorwürfen ein, da keine ausreichenden Beweise vorhanden sind. Der Artikel beleuchtet auch die Rolle der schwedischen Boulevardzeitung Aftonbladet, die 2010 als erste über die Vorwürfe berichtete und damit den Fall massiv in die Öffentlichkeit trug, wo er sich verselbstständigte.
Verhocken von Lebenszeit
Ursula März
Ein Rückblick von Ursula März zum 18. Geburtstag ihrer Tochter über das Wesen des Elternseins: vor allem Herumsitzen – beim Kind, am Spielplatz, in der Umkleidekabine. Eine ehrliche Reflexion darüber, wie Eltern ihre Zeit tatsächlich verbringen.
Vermisster 29 ermordet?
Ein mysteriöser Leichenfund in einer Erdgeschosswohnung am Hamburger Venusberg wird öffentlich gemacht. Ermittler untersuchen, ob es sich um den vermissten 29-jährigen Matheus Jose Gabriel Amaro handelt. Der 45-jährige Mieter der Wohnung wurde nach dem Fund festgenommen und steht unter Tatverdacht.
Vermisster 29 ermordet? Mysteriöser Leichenfund in einer Mietwohnung
Bericht vom Leichenfund eines vermissten 29-jährigen Mannes in einer Mietwohnung in Hamburg. Der Artikel dokumentiert die damalige Medienberichterstattung und die Frage, ob es sich um einen Mord handelt. Das Stück wurde in der Podcast-Episode wörtlich vorgelesen, um den Fall einzuführen und die zeitgenössische Berichterstattung nachzuvollziehen.
Vermögensbericht zur Familie Böhringer und von Baumbach
Netzwerk Steuergerechtigkeit, Andreas Bornefeld
Investigativer Bericht des Netzwerk Steuergerechtigkeit zur Vermögensanalyse der Familie Böhringer und von Baumbach. Der Bericht enthält die erste öffentliche Vermögensschätzung dieser wohlhabenden Familie, veröffentlicht nach deren erfolgreicher Klage gegen die Aufnahme in die Reichenliste des Manager Magazins.
Verriss der vierten Staffel Discounter
Die ZEIT-Kritik bespricht die vierte Staffel der Serie Discounter und bewertet diese skeptisch. Der Artikel hinterfragt die Qualität der neuen Staffel und kritisiert, dass sich bewährte Muster wiederholen und die Serie an ihre früheren Stärken nicht anknüpft.
Verriss von Discounter Staffel 4
Die ZEIT-Kritik bewertet die neue Staffel der Serie Discounter negativ. Der Artikel bemängelt einen Qualitätsverlust gegenüber früheren Staffeln und argumentiert, dass die Serie ihre ursprünglichen Stärken eingebüßt hat.
Verteidigt die Freiheit
Wolfram Weimer
Linke wie Rechte wollen die Kunst politisieren, haben sich aber ein denkbar ungeeignetes Objekt ausgesucht. Die Korridore des Sagbaren, Erkundbaren und Darstellbaren gilt es zu weiten, anstatt sie zu verengen, fordert der neue Kulturstaatsminister.
Verteidigung der Franklin-Expedition in Household Words
Charles Dickens
Charles Dickens verteidigte die Ehre der gescheiterten Franklin-Expedition von 1854, indem er die Kannibalismusvorwürfe des Polarforschers Dr. Rae anzweifelte. Während Rae seine Aussagen auf Berichte von Inuit stützte, argumentierte Dickens, dass diese Informationen nur über unzuverlässige Interpreter und mehrfache Zweithandquellen weitergegeben worden waren. Die Sprachbarrieren und fehlende Direktbeobachtung machten Raes Schlussfolgerung nach Dickens höchst fragwürdig. Dickens respektierte Raes Charakter und Pflichterfüllung, lehnte aber ab, dass solch tapfere Seeleute und Offiziere sich zu dieser grausamen Handlung verpflichtet hätten.
Verzicht und die Hafermilchgesellschaft
Hilmar Klute
Eine Sammlung von Leserbriefen diskutiert die Rolle von Kabarett in der modernen Gesellschaft. Während einige Autoren argumentieren, dass Kabarett provozieren und Denkmuster infrage stellen soll – ohne dabei Lösungen bieten zu müssen – kritisieren andere, dass Fernsehkabarett keine echte Satire sein kann und sein politischer Einfluss überschätzt wird. Besonders wird kritisiert, dass Kabarettisten als politische Experten und Wahrheitsfinder dargestellt werden, obwohl sie nur auf gesellschaftliche Phänomene reagieren. Der Diskurs zeigt ein gespaltenes Publikum: Die einen sehen Kabarett als notwendigen Katalysator für gesellschaftliche Umbruchprozesse, die anderen halten es für eine unterhaltsame, aber politisch unwirksame Marginalie im Fernsehen.
Viel zu viele kriminelle junge Ausländer
Ein BILD-Artikel vom 28. Dezember 2007, der sich mit der Thematik von Antisemitismus unter Migranten und Fragen zur Einbürgerungspraxis auseinandersetzt. Der Artikel wurde von der Zeitung prominent platziert und diente zeitgleich als Plattform für die wahlkampfkommunikative Forderungen von Politiker Roland Koch in Hessen, der sich zu kriminellen jungen Ausländern äußerte. Der Text illustriert das Zusammenspiel von Medienpräsenz und politischer Kampagnenführung bei sensiblen Themen.
Viele enttäuschte Hoffnungen
Unternehmen und Selbstständige in Deutschland werden seit Wochen aufgefordert, ihre Corona-Hilfen nachzuweisen oder diese zurückzustattern – ausgerechnet während der umsatzstarken Vorweihnachtszeit, wenn sie durch steigende Infektionszahlen erneut mit Ausfällen kämpfen. Die Politik hatte die Hilfsmaßnahmen schnell, unbürokratisch und großzügig gestaltet, um den wirtschaftlichen Schaden zu minimieren. Nun treffen die Rückforderungen viele Betriebe hart und stellen sie in einer ohnehin angespannten Situation vor erhebliche finanzielle Belastungen. Der Artikel von Christiane Kaiser-Neubauer beleuchtet das Spannungsverhältnis zwischen der damaligen Hilfsbereitschaft und den heutigen Abrechnungsforderungen für den Mittelstand.
Viele junge Männer leben gesünder und sind fitter als ihre Vorgänger
Der Artikel der FAZ untersucht das Phänomen junger Männer, die zwar körperlich fitter und gesünder leben als frühere Generationen, gleichzeitig aber mit deutlich größeren psychischen Problemen kämpfen. Der Text dokumentiert einen Widerspruch: intensive Körperoptimierung korreliert mit erhöhter seelischer Belastung. Die Analyse zeigt, wie Perfektionismus im Fitnessbereich zu psychischen Belastungen führen kann.
Vitali Sinagin – Opferbericht aus Butscha
Der Artikel porträtiert den ukrainischen Bildhauer Vitali Sinagin, der während der russischen Besatzung von Butscha von Soldaten brutal misshandelt wurde. Obwohl Sinagin die Übergriffe überlebte, trägt er physische und psychische Narben der Gewalt. Der Bericht dokumentiert ein persönliches Schicksal und veranschaulicht die schwerwiegenden Kriegsverbrechen, die während des Konflikts begangen wurden.
Vogue
Condé Nast
Condé Nast ist ein internationaler Medienkonzern mit einem großen Portfolio von Magazinen, das vom New Yorker bis zur Vogue reicht. Der Verlag steht beispielhaft für große internationale Medienhäuser, die ähnliche Transformationsprobleme im digitalen Zeitalter bewältigen müssen wie deutsche Verlage wie Gruner und Jahr.
Vogue (Cover-Fotostrecke)
Annie Leibovitz
Der Artikel behandelt ein Fotoshooting mit der renommierten Fotografin Annie Leibovitz für eine Vogue-Coverstrecke und die New York Times. Im Podcast-Gespräch wird dies als wichtiger Moment beschrieben, in dem die porträtierte Person selbstbestimmt über die Darstellung ihres öffentlichen Images entscheiden konnte und damit die Kontrolle über ihre Außendarstellung zurückgewann.
Vogue Bambini
Condé Nast hat das italienische Kindermodemagazin Vogue Bambini eingestellt, das über Jahrzehnte als Referenz in der Branche galt und ein wichtiger Partner von Playtime war. Neben Vogue Bambini wurden auch die Print-Ausgaben L'Uomo Vogue, Vogue Sposa und Vogue Accessory discontinuiert. CEO Fedele Usai begründet diese Entscheidung damit, dass der Verlag sich selektiv auf Top-Marken und digitale Entwicklung konzentrieren wird. Mit der Einstellung bleibt Vogue Italia als einziges italienisches Vogue-Magazin übrig. Der Verlag publiziert weiterhin Magazine wie GQ, Glamour und Vanity Fair.
Volk und Bewegung
Die Zeitschrift Volk in Bewegung (ViB) sieht sich »dem Wunsch und dem Willen verpflichtet die Volksgemeinschaft aller Deutschen wiederherzustellen!« Das voll und ganz auf ihr neonazistisches Stammklientel ausgerichtete Blatt lässt sich in der Holocaustleugner- und Reichsbürgerszene verorten.
Volker-Wissing-Interview in der Zeit
Volker Wissing erläutert in einem Zeit-Interview, warum er als FDP-Minister im Kabinett verblieb, nachdem andere Parteikollegen ausgetreten sind. Der ehemalige Ampel-Architekt begründet seine Entscheidung mit dem Prinzip, dass die Verantwortung für das Land vor Parteiräson steht. Das Interview analysiert Wissings Charakter als pflichtbewussten Politiker und beleuchtet die strategischen Fehler der FDP beim Scheitern der Koalition.
Völkischer Beobachter
Der Völkische Beobachter war seit Dezember 1920 das Parteiorgan der NSDAP und ging aus dem 1887 gegründeten Münchener Beobachter hervor, den 1918 die Thule-Gesellschaft übernahm. Die NSDAP erwarb die Zeitung 1919 auf Drängen des Redakteurs Dietrich Eckart, der zuvor die antisemitische Wochenschrift Auf gut deutsch herausgegeben hatte. Mit etwa 11.000 Exemplaren wurde das Blatt zum wichtigsten Publikationsorgan völkischer Gruppierungen in Bayern und diente der NSDAP als Sprachrohr für Versammlungsankündigungen und politische Richtlinien. Die Zeitung war geprägt durch aggressive Hetze gegen die Weimarer Republik, radikalen Antisemitismus und scharfe Polemik gegen Demokratie und das „internationale Judentum".
Volksbegehren zur Entpolitisierung des ORF
Hugo Portisch
Erstes Volksbegehren der Zweiten Republik, das 1964 von unabhängigen Tageszeitungen und Zeitschriften unter maßgeblicher Beteiligung des damaligen Chefredakteurs des Kuriers, Hugo Portisch, initiiert wurde und sich gegen den Parteieneinfluss auf den Rundfunk wendete. Es zählt zu den erfolgreichsten Volksbegehren der Zweiten Republik. Vom 5. bis 12. 10. 1964 unterschrieben 832.353 Österreicher*innen die Forderung nach „Entpolitisierung...
Volksverpetzer
Der Artikel des Faktenchecker-Blogs Volksverpetzer befasst sich mit einer Polizeiaktion gegen Norbert Bolz. Das Medium argumentiert, dass es sich dabei nicht um eine echte Hausdurchsuchung handelte, da Bolz sein Handy freiwillig abgab, nachdem er mit einer solchen Maßnahme gedroht wurde. Die Darstellung wird kritisiert, da sie semantische Haarspalterei betreibe und problematische polizeiliche Praktiken beschönigte.
Von der Zeit veröffentlichte SMS von Matthias Döpfner
Der Artikel präsentiert private SMS-Nachrichten des Springer-Chefs Mathias Döpfner, die die ZEIT veröffentlicht hat. Darin bezeichnet Döpfner Ostdeutsche pauschal als Kommunisten oder Faschisten. Die Nachrichten zeigen auch, wie Döpfner mit der BILD-Zeitung Einfluss auf deutsche Politikgestaltung ausübte. Der Text wirft Fragen über die Macht von Medienchefs und ihre persönlichen Überzeugungen auf.
Von guten Mächten wunderbar geborgen
Volker Weidermann
Volker Weidermann zeichnet die Lebensgeschichte des evangelischen Theologen und Widerstandskämpfers Dietrich Bonhoeffer nach und beleuchtet die Entstehung seines berühmten Gedichts „Von guten Mächten wunderbar geborgen", das er 1944 in der Gestapo-Zelle schrieb. Der Artikel zeigt, wie dieses Gedicht zum zeitlosen Trostlied wurde und analysiert gleichzeitig, wie es in der heutigen Zeit von politischen Kräften vereinnahmt wird, die Bonhoeffers Vermächtnis widersprechen.
Von jetzt an gehen wir alleine
Jürgen Habermas
Der Artikel von Jürgen Habermas behandelt die Notwendigkeit einer stärkeren politischen Integration und Unabhängigkeit der Europäischen Union von den USA. Der Philosoph argumentiert, dass Europa unter der Trump-Administration keine andere Wahl hat, als sich selbstständig zu machen. Habermas zeichnet dabei eine pessimistische Bilanz, die sowohl die Dringlichkeit als auch die Schwierigkeit dieser europäischen Emanzipation unterstreicht.
Vorarlberger Volksblatt, Weihnachtsausgabe 1886
Die Weihnachtsausgabe des Vorarlberger Volksblatts von 1886 berichtet über eine dramatische Rettungsaktion am Flexenpass, bei der 44 Männer während eines Schneesturms nach einem verschütteten Fuhrmann gruben. Aufgrund der lebensgefährlichen Schneeverhältnisse mussten die Helfer die Suche unterbrechen und erst am Morgen des 22. Dezember fortsetzen. Der Artikel dokumentiert ein historisches Bergrettungseinsatz aus der Vorarlberger Talgeschichte.
Vordrängela Merkel
Stefan Kuzmany
Diese satirische Glosse von Stefan Kusmani behandelt das Dilemma von Kanzlerin Merkel während der Corona-Impfkampagne. Unabhängig von ihrer Entscheidung beim Impfen steht die Bild-Zeitung mit einer vernichtenden Schlagzeile bereit. Der Artikel zeichnet humorvoll nach, wie Merkel in einer unmöglichen Situation steckt, in der jede Handlung kritisiert wird — ähnlich wie die Israeliten, die Moses in der Wüste ständig murren.
Vossische Zeitung
Die Vossische Zeitung war eine bedeutende deutsche Zeitung, die im 19. Jahrhundert Gerichtsverhandlungen in nahezu wörtlichen Protokollen dokumentierte. Durch ihre detaillierten Berichte gilt sie heute als wichtige historische Quelle und ermöglicht Historikern, historische Prozesse und Ereignisse präzise nachzuvollziehen.
Wahnsinnig erfolgreich
Der Artikel untersucht psychische Auffälligkeiten und Persönlichkeitszüge bei erfolgreichen Wirtschaftsführern. Am Beispiel von Elon Musk wird analysiert, wie Charaktermerkmale, die mit Psychopathie assoziiert werden können, auch in der Wirtschaftselite verbreitet sind. Die Autorin argumentiert, dass solche Persönlichkeitsmuster nicht nur bei Serienkillern vorkommen, sondern häufig unter erfolgreichen CEOs zu finden sind. Der Text legt dar, wie bestimmte psychologische Dispositionen zum wirtschaftlichen Erfolg beitragen können.
Wahnsinnige Hoffnung
Sebastian Kempkens, Oliver Hollenstein
Im Dossier „Wahnsinnige Hoffnung" dokumentiert die ZEIT den Fall eines Krebspatienten, der an einer alternativen Krebsbehandlung starb. Die intensive Recherche von Sebastian Kempkels und Oliver Hollenstein zeigt ein fatales Experiment und die schwierige Arbeit, Beteiligte zum Reden zu bringen.
Wall Street Journal (Recherche zu Nord Stream 2)
Bojan Pancevski
Der Artikeltitel „Google Search" passt nicht zu deinen Angaben – das scheint ein Fehler zu sein. Basierend auf Zitat und Kontext geht es um die **Nord-Stream-2-Sprengung**, nicht um Google. Ist der korrekte Titel etwa „Ukraine and the Nord Stream Sabotage" oder ähnlich? Oder soll ich die Beschreibung trotzdem schreiben, auch wenn der Titel falsch ist?
Wall Street Journal Interview mit J.D. Vance
Bojan Panczewski
J.D. Vance wird in diesem Wall Street Journal Interview zu seinen politischen Positionen befragt. Das Gespräch fand kurz vor der Münchner Sicherheitskonferenz statt und wurde vom WSJ-Reporter Bojan Panczewski geführt. Der Artikel bietet Einblicke in Vances Sichtweise auf aktuelle politische und sicherheitspolitische Fragen.
Wallraff-Appell zur Freilassung von Julian Assange
Günter Wallraff
Der investigative Journalist Günter Wallraff hat einen öffentlichen Appell zur Freilassung von WikiLeaks-Gründer Julian Assange organisiert, der seiner Ansicht nach unter Druck und Erpressung handeln musste. Der Appell wurde von vielen prominenten Intellektuellen unterzeichnet, entfaltete aber nur begrenzte öffentliche Wirkung. Der Artikel behandelt Wallraffs Kritik an der Situation Assanges und die Frage, ob sich die Lage in Großbritannien noch ändern könnte.
War das schon der Peak der rechtsradikalen Bewegung? (ZEIT-Artikel)
Mariam Lau
Mariam Laus Artikel untersucht nach der Ungarn-Wahl, ob der Höhepunkt der rechtsradikalen Bewegung erreicht ist. Mit vorsichtiger Hoffnung stellt die Autorin die Frage, ob sich die politische Entwicklung einer Trendwende nähert. Der Beitrag behandelt eine zentrale Debatte über die Zukunftsaussichten des Populismus in Europa.
Warnung vor der Stärke
Ein starkes Erdbeben der Stärke 7,4 hat am Morgen die südphilippinische Provinz Davao Oriental auf der Insel Mindanao erschüttert. Das Beben trat in 58 Kilometern Tiefe auf, wenige Tage nachdem ein Beben der Stärke 6,9 in der Provinz Cebu mindestens 74 Menschen getötet hatte. Phivolcs-Direktor Teresito Bacolcol warnte vor Nachbeben und weiteren Schäden. Gebäude wurden beschädigt, Stromausfälle gemeldet, und Augenzeugen berichteten von Panik und einstürzenden Decken. Eine Tsunami-Warnung wurde zunächst ausgegeben, dann jedoch aufgehoben. Die Philippinen liegen auf dem Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde mit häufigen Erdbeben und Vulkanausbrüchen.
Warum bekämpfen wir Linken uns so oft gegenseitig
Marina Weisband
Marina Weisband untersucht in ihrem Gastbeitrag für Die Zeit das Phänomen der Cancel Culture und fragt, warum sich Menschen mit linken Überzeugungen besonders häufig gegenseitig kritisieren und bekämpfen. Der Artikel beleuchtet die Dynamiken in sozialen Medien, wo progressive Aktivistinnen und Aktivisten oft mehr Angst vor Angriffen aus dem eigenen Lager als von außen haben. Weisband hinterfragt die Gründe für diese innerlinke Konfrontation und sucht nach Wegen, diese destruktiven Muster zu verändern.
Warum ich mich rechtfertigen muss, die Pille noch zu nehmen
Der Artikel thematisiert die Regulierung der Pille danach und plädiert dafür, dass diese nicht frei über Versandhändler im Internet verkauft werden sollte. Gleichzeitig behandelt der Text den gesellschaftlichen Diskurs um hormonelle Verhütung und reflektiert die wachsende Debatte, in der sich Frauen und Menstruierende für die Nutzung von Hormonpräparaten rechtfertigen müssen. Der Beitrag verbindet somit pharmazeutische Regulierung mit dem kulturellen Backlash gegen hormonelle Kontrazeption.
Warum Ingenieure sexy wirken und Grundschullehrer eher nicht
Tobias Becker
Geboren 1977 in Siegen. Studium in Gießen, Frankfurt am Main und München, mit Abschlüssen als Theaterwissenschaftler und Historiker M. A. sowie als Diplom-Journalist. Redakteursausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München. Veröffentlichungen unter anderem in der »Frankfurter Rundschau«, der »Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung« und »Theater heute«. Seit 2008 Kulturredakteur des SPIEGEL in Hamburg. Juror der Bestenliste »Sachbücher des Monats«.
Warum lieben jetzt alle Nonnen
Ivana Sokola
Der Artikel analysiert den aktuellen Trend der Nonnen in der Popkultur. Ordensschwestern werden überall sichtbar, weil ihr Lifestyle mehrere Sehnsüchte junger Frauen erfüllt: Minimalismus, Spiritualität, Freiheit von männlichem Druck und Strukturierung des Alltags. Das bildschirmfreie Leben und die bewusste Macherinnenroutine der Nonnen erscheinen als attraktives Gegenprogramm zur digitalen Dauererreichbarkeit.